Die
Burg Hohenbeilstein ist in Beilstein im herrlichen Bottwartal zu finden.
Der
Graf von Calw erbaute die erstmals 1236 unter dem Namen "Bilistein"
erwähnte Burg, die heute nach dem langen Bergfried meistens
"Langhans" genannt wird, an einer Stelle, an der bereits über 200 Jahre zuvor
eine ähnliche, aber kleinere Anlage stand, die jedoch um das Jahr 1200
wieder abgebrochen wurde. Die
Württemberger waren ab 1340 die Besitzer der Burg und des Ortes; zuvor
hatten die Markgrafen von Baden den Besitz inne.
Nach der Zerstörung im Bauernkrieg und nach dem Niederbrennen von
Beilstein im Jahr 1683 durch die Franzosen, wurde die Burganlage
aufgegeben und zerfiel. Erst
1898 erfolgte der teilweise Wiederaufbau durch Robert Vollmöller und
dem bekannten Burgenforscher Otto Piper. Endgültig aufgegeben wurde
Hohenbeilstein, nachdem das zuvor errichtete Wohngebäude einem Brand
zum Opfer fiel. Die
aus prachtvollem Quaderwerk (Sandstein) bestehende Ringmauer der Burg
und der Bergfried sind romanisch (Anfang 13. JH), letzterer ist 5-eckig
(Quadrat mit vorgelegtem Dreieck auf der Angriffseite). Ein Zwinger mit
zwei Rondellen (spätgotisch) ist an den Eingangsseiten zu sehen. vor
dem Graben ringsum bis zu den Anschlussmauern der Stadt steht noch ein
Bollwerk mit Halbtürmen. Heute
ist in Hohenbeilstein eine über das Land hinaus bekannte Falknerei
ansässig, die mit ihren absolut interessanten und hervorragend
dargebrachten Flugschauen mit Greifvögeln alljährlich die vielen
Besucher begeistert.
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