Die
Burgruine "Bichishausen" ist, wie Nieder- und Hochgundelfingen
auch, auf der Schwäbischen Alb im Lautertal zwischen Münsingen und
Zwiefalten zu finden.
Die
Burg und der Ort Bichishausen gehörten im 11. Jahrhundert den Grafen
von Achalm, ab dem 13. Jahrhundert den Gundelfingern. Die Buckelquader
am Bergfried deuten darauf hin, dass die Burg in der ersten Hälfte des
13. Jahrhunderts erbaut wurde. In Frage kommen entweder Swigger IV. von
Gundelfingen oder dessen Sohn Konrad II., dem späteren württembergischen
Landrichter. "Meine Burg Gundelfingen genannt Bichishausen"
nannte Konrad die Anlage.
In
einer habsburgischen Urkunde ist Bichishausen 1306 erwähnt. Die
Truchsessen von Magolsheim erwarben die Burg vor 1353. Hans, Truchsess
von Bichishausen, war 1411-1440 Obervogt in Urach und ab 1435 württembergischer
Landhofmeister. Sein Sohn, ebenfalls mit Namen Hans, war ab 1460 sechs
Jahre lang Stadthalter von Stuttgart und Vormundstrat von Ludwig II. und
Graf Eberhard im Bart. Auf dem Erbweg ging die Burg, nach dem Tod der
letzten Truchsessen, 1510 an die Familie Buttlar über. Wolf von
Vellberg nannte 1545 die Burg als Eigen. Graf Georg von Helfenstein war
1552, der Fürst von Fürstenberg 1627 Besitzer der Burg.
Im Jahr
1923 ging die Burg in Privatbesitz und 1972 an den Landkreis über.
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