Die
Burg "Hohenzollern" bei Hechingen auf der Schwäbischen Alb dürfte
wohl jedem von ihnen bestens bekannt sein.
Die auf
einem markanten und von weithin sichtbaren Bergkegel erbaute Burg ist
die Stammburg der deutschen Kaiser und der preußischen Könige. Deren
Nachkommen sind noch heute die Besitzer.
1061
wurden die Edelfreien von Zollern, eines der ältesten Adelsgeschlechter
im schwäbischen Raum, erstmals erwähnt. 1111 wurden sie zu Grafen
ernannt.
Die
Burg Hohenzollern wurde 1267 zum ersten Mal genannt. Die Burg auf dem
Berg "Zoller" trägt seit dem 15. Jahrhundert den Namen
Hohenzollern. Die württembergischen Truppen nahmen 1423 nach 10-monatiger Belagerung die Burg ein und zerstörten diese. Trotz Kaiser
Sigmunds Verbot, dass die Burg niemals mehr wieder aufgebaut werden
darf, erfolgte der Neuaufbau dreißig Jahre später. Da die Zollern ihre
Residenz nach Hechingen verlegt hatten, lebte Anfang des 16.
Jahrhunderts nur noch ein Burgvogt auf der Burg. Trotz des Umbaus zur
Festung im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1634 von den Württembergern
erobert. Auch die Bayern besetzten in den darauffolgenden Jahrzehnten
zweimal die Burg. Österreich, das ab 1667 die Besatzung auf der Burg
stellte, musste diese 1744 im Erbfolgekrieg kampflos an die Franzosen übergeben,
die jedoch zwanzig Jahre später ihre Besatzung abzogen. Daraufhin
verfiel die Burg.
König
Friedrich Wilhelm IV. entschloss sich 1819 zum Wiederaufbau der
Stammburg seiner Ahnen. Der Grundstein hierfür wurde jedoch erst 1850
von Kaiser Prinz Wilhelm I. gelegt. Die Einweihung wurde 1867
vorgenommen. Prinz Louis Ferdinand von Preußen veranlasste 1952, dass
die Särge der beiden Preußenkönige Friedrich Wilhelm I. und
Friedrichs des Großen auf die Burg gebracht wurden. Beide Särge wurden
jedoch 1991 wieder ins Schloss Sanssouci bei Potsdam gebracht.
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