Die
Marienburg finden Sie im Ort Niederalfingen unweit
von Hüttlingen auf der Schwäbischen Alb.
Die mächtige
Marienburg, auch Fuggerschloss genannt, wurde im Jahr 1050
von den Staufern erbaut.
Ab dem Jahr 1300 wechselte der Besitz zuerst zu den Rittern von
Seckendorf, dann, 1368, zu Graf Eberhard dem Greiner von Württemberg.
1415 kamen dann die Edlen von Hürnheim und 1551 die Augsburger Fugger
in den Besitz der mächtigen Burganlage.
Im Auftrag der Fugger
wurde dann die Burg vom Augsburger Baumeister Veit Miser in den Jahren
1575-1577 zum Fuggerschloss um- und ausgebaut.
Im Jahr 1838 kam dann die Burg in den Besitz des Königreiches
Württemberg.
Seit 1966 wird die Burganlage als Jugendbildungs- u. Freizeitstätte der
Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) genutzt.
Die Burganlage ist gewissermaßen die letzte große Burganlage
nachmittelalterlicher Zeit in Württemberg. Der unten vier- und oben
achteckig gestaltete Kupferturm mit seinen Geschützluken
überragt majestätisch die Anlage.
Das Hauptgebäude bestand aus zwei ineinander laufenden Häusern, die
mit Muschelornamenten und Zinnengiebeln verziert sind und durch zwei
Türme flankiert werden. Die mächtigen, flach gezogenen Gewölbe, das
Balkenwerk der anstoßenden großen Remise und ihr schöner Laubengang
erinnern an Augsburger Renaissancegebauten. Die Kapelle war mit
Ornamenten der Frührenaissance ausgestattet. Eine
weitläufige Zwingermauer mit Türmen, einer Pforte, die Verwendung von
Buckelquadern und weiteren Befestigungseinzelheiten, stempeln die
Burganlage zu einem Markstein an der Grenze zweier Epochen. Ursprünglicher
Zweck der Anlage war die Sicherung eines wichtigen Handelsweges.
Die feudale Burganlage ist ein hochinteressantes Beispiel für die Romantik des 16. Jahrhunderts.
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