Die
Burgruine "Reußenstein" finden Sie auf der Alb im Bereich
Kirchheim, Neidlingen und Schopfloch.
Diese
hervorragend erhaltene Ministerialburg der Herrschaft Teck wurde um das
Jahr 1270 erbaut. Der Ritter Cunradus Dictus Russe ist zwischen 1284 und
1289 urkundlich nachgewiesen. Sein Nachfahre, Konrad Reuß, kaufte 1347
die Burg Filseck bei Göppingen. Der erstmalig 1371 genannte "Reußenstein"
wurde an die Familie Randeck verkauft, die daraufhin den Namen Reuß von
Reußenstein annimmt. Ab 1371 ging die Burg innerhalb von 50 Jahren an
sage und schreibe 11 Besitzer, darunter auch 1383 an die Württemberger.
Die Grafen von Helfenstein gelangten 1441 in den Besitz der Burg. Ludwig
Helferich von Reußenstein war der letzte auf der Burg residierende
Graf. Die Burg, die ab 1550 nach dem Aussterben der Helfensteiner
unbewohnt war, gelangte mit deren Wiesensteiger Herrschaft an Bayern.
Eigentum der bayerischen Hofkammer wurde die Burg 1752, 1806 war sie württembergische
Staatsdomäne.
Der König
von Württemberg schenkte die Burg 1835 dem Oberst von Fleischmann,
seinem Adjutanten. Die Hofdomänenkammer übernahm die Burg 1862. Diese
blieb dann bis 1964 im Besitz der ehemaligen württembergischen
Herrscherfamilie.
Der
Landkreis Nürtingen, der heutige Eigentümer der Burg, sorgte dafür,
dass die Jahrhunderte lang leergestandene Burg in den Jahren 1965/66
unter der Aufsicht des württembergischen Denkmalamtes von Grund auf
renoviert wurde.
Den
Besuch dieser wirklich großartig erhaltenen und sehenswerten Burg kann
ich Ihnen wärmstens empfehlen!
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