Bei
Beuron im herrlichen Donautal finden Sie die Burg Wildenstein. Sie gehört
zu den best erhaltenen und bedeutendsten Burgen im Ländle.
Erbaut
wurde die Anlage im späten 13. Jahrhundert von den Wilden von
Wildenstein. Die bereits im Jahr 1077 an der Stelle der jetzigen erwähnte
Burg war vermutlich eine Fälschung des Klosters Beuron.
Anselm
von Justingen, der Sohn des Hofmarschalls von Stauferkaiser Friedrich
I., gelangte 1263 durch Heirat in den Besitz der Burg. Ab dem Jahr 1397
gehörte sie den Herren von Zimmern, die um 1470 einen Turm errichten
ließen, der aber später wieder abgebrochen wurde. Im Jahr 1512 brannte
die Vorburg ab. Durch einen Bruderstreit zwischen Gottfried und Johann
von Zimmern kam Gottfried 1513 in den Besitz der Burg, der sie dann
zwischen 1520 und 1550 zu einer Festung ausbauen lies. Nach dem Erlöschen
der Manneslinie der Herren von Zimmern (1594) verkauften die Schwestern
die Burg an die Grafen von Helfenstein-Gundelfingen. Nach deren
Aussterben 1627 würden die Fürstenberger Burgeigentümer. Die
Burgeinnahme von schwedischen Truppen im Jahr 1642 war auf die Tatsache
zurückzuführen, dass die Burg zu diesem Zeitpunkt nur mit einem
Kommandanten und vier Musketieren besetzt war, die sich zum Zeitpunkt
des Überfalls aber in der Kirche befanden und nur einen Wachmann, der
zum Überfluss auch noch das Tor offen stehen lies, zurückgelassen
hatte.
Marie
Antoinette war der Anlass dafür, dass während ihres Aufenthaltes in
Donaueschingen 1770 anlässlich der Empfangsfeierlichkeiten alle Geschütze
samt der dazugehörigen Munition von Wildenstein abtransportiert wurde.
Diese wurden aber, wie die Kanonen auch, nie mehr zurückgebracht.
1802
war die Festung so sehr verfallen, dass die Oberamtsverwaltung in Meßkirch
das Schleifen der Burg vorschlug. Die Burg, die seit 1922 als
Jugendherberge dient, wurde 1804 und die Kapelle 1867 instandgesetzt.
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