Das
Kloster "Alpirsbach" liegt im wunderschönen Kinzigtal im
Nordschwarzwald.
Die aus
rotem Sandstein erbaute Klosteranlage wurde am 16. Januar 1095 von den
drei Adligen Graf Alwig von Sulz, Graf Adalbert von Zollern und Ruotmann
von Neckarhausen gestiftet. Dazu gehörte auch ein großer, am oberen
Neckar liegender, Besitz. Ein kleines hölzernes Oratorium diente dem
damals aus St. Blasien kommenden ersten Abt Kuno als Klosterkirche.
Die dem
Heiligen Nikolaus geweihte Klosterkirche wurde bereits dreißig Jahre später
erbaut, die heute noch großartig und wenig verändert erhalten ist.
Der im Anschluss an die Kirche errichtete Ostbau beherbergte die Schlaf-
Aufenthalts- und Arbeitsräume der Mönche. Der Speisesaal und die Küche
war im Südbau untergebracht, der durch einen Brand im 19. Jahrhundert
fast vollkommen zerstört wurde und von dem nur noch wenige Überreste
vorhanden sind. Die Wohn- und Diensträume des Abtes lagen in den
Obergeschossen des Westbaus, der mit der Klosterpforte und dem
Vorratskeller als Klausurbereich errichtet wurde.
Die
wirtschaftlichen Schwierigkeiten sowie der Lebensweise der aus niederem
Adel stammenden Mönche sorgte im 15. Jahrhundert für den Niedergang
des Klosters. Die im zweiten Drittel des 15. Jahrhunderts vorgenommenen
Baumaßnahmen sind auf den Anschluss an die Bursfelder Kongregation
(zentral organisierter Klosterverband) zurückzuführen.
Durch
die Reformation gelangte 1556 Herzog Christoph von Württemberg in den
Besitz des Klosters, der dann dort eine evangelische Klosterschule
einrichtete.
Durch die Säkularisation kam das bis dahin selbstständige Kloster
Alpirsbach 1806 in den Besitz des Hauses Württemberg.
Die seit dieser Zeit stattgefundenen extremen Umbau- und Abrissmaßnahmen
veränderten das Gesicht des Klosterareals erheblich.
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