Das
Kloster "Bebenhausen" finden Sie im gleichnamigen Ort im
Schönbuch.
Das
Ende des 12. Jahrhunderts von den Prämonstratensern geführte und später von
den Zisterziensern übernommene Kloster gehört zu den wichtigsten
Baudenkmälern im Ländle.
In einer Urkunde Friedrichs von Schwaben aus dem Jahr 1187 wurde
erstmals ein "cenobium Bebinhusen" erwähnt. Dem damals zwar
schon bestehenden, aber noch im Bau befindlichen Kloster wurde darin das
Recht des Holzschlagens für Gebäude eingeräumt.
Das
Kloster wurde in den Jahren 1180 bis 1183 von Rudolf von Tübingen als
Familiengrablege gegründet. Die Mönche des Prämonstratenserordens
verließen jedoch schon wenige Jahre später wieder das Kloster.
Zisterzienserabt Diepold bezog daraufhin mit 12 Brüdern im Jahr 1190
die von den Prämonstratensern errichteten Holzbauten. Nach dem das
Kloster im 12. und 13. Jahrhundert intensiv ausgebaut wurde, stieg
Bebenhausen zum reichsten Kloster Württembergs auf. Ende des 13.
Jahrhunderts lebten zwischen 60 und 80 Chormönchen und 130 Laienbrüder
in den Klostergebäuden. Die großen Besitztümer des Klosters reichten
damals vom Zabergäu bis auf die Schwäbische Alb.
Mit der
Reformation begann jedoch der Abstieg. Herzog Ulrich von Württemberg
setzte 1534 lutherische Prediger in alle Pfarreien und richtete
gleichzeitig in Bebenhausen eine Klosterschule ein. Ende Dezember 1534
bewohnten deshalb gerade noch 36 Mönche, von denen lediglich die
Hälfte evangelisch werden wollte, das Kloster. Die Schule zur
Ausbildung evangelischer Pfarrer war ab 1536 im Kloster untergebracht.
1648 verließen die letzten Mönche das Kloster, nachdem sie es zuvor
erheblich beschädigt hatten.
Die
Säkularisation sowie die Aufhebung des Klosteramtes und der
Bebenhausener Schule waren die Gründe dafür, dass das ehemals so
reiche und bedeutende Kloster nach 1807 leer stand und verfiel.
Das ehemalige Abtshaus wurde zwar als Jagdschloss für König Friedrich
umgebaut, große Teile der Umfassungsmauser, der Pfortenkapelle und des
Lustnauer Tors jedoch wurden abgebrochen. Manche Gebäude wurden auch an
Bürger verkauft oder als Handwerksräume genutzt.
König Karl ließ dann zwar große Teile des Klosters,
darunter auch die Kirche, für seine Zwecke umbauen, bewohnte aber mit seiner Frau
Olga nie die als
Schloss umgebauten Räumlichkeiten, sondern hielt sich nur ganz
sporadisch dort auf.
König Wilhelm II. zog sich nach seiner Abdankung 1918 mit seiner Frau
Charlotte nach Bebenhausen zurück, wo er im Jahr 1921 und seine Frau
Charlotte im Jahr 1946 verstarb.
Das
Kloster war bis 1952 Landtagssitz von Württemberg-Hohenzollern und bis
1953 Oberlandesgericht. Die Forstdirektion Südwürttemberg-Hohenzollern
nutzt seit 1954 verschiedene Gebäude.
Die
gesamte Kloster- und Schlossanlage Bebenhausen steht seit 1975 komplett unter Denkmalschutz. Hinweis:
Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen
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