Norbert
von Xanten, der spätere Bischof von Magdeburg, gründete das
Prämonstratenser-Kloster Rot an der Rot im Jahr 1126. Den Baugrund für
das Kloster erhielt er von Hemma von Wildenberg. Otto,
auch Ottino genannt, vermutlich aus dem haus Waldenburg, war der
Nachfolger von Probst Burchard und zugleich der erste Abt des Klosters.
Er gründete dann 1145 das Tochterkloster Weißenau bei Ravensburg, 1147
Steingaden, 1152 Kaiserslautern und 1171 Obermarchtal. Nach
Erlangung der Reichsunmittelbarkeit im Jahr 1179 war der Abt Mitglied
des Reichstages, 1338 wurde dem Kloster die Gerichtsbarkeit
zugesprochen. Abt Martin Hesser (1420-1457) gilt als zweiter Gründer
des Klosters, da er dieses nach schweren Zeiten wieder zu großer
Bedeutung führte. Das Kloster und die Kirche wurde 1681 durch einen
verheerenden Brand fast vollkommen zerstört. Abt Martin Ertle
(1672-1711) veranlasste den Neuaufbau. Nach dem in den darauf folgenden
Jahren die Äbte Hermann Vogler (1711-1739) und Nikolaus Betscher
(1789-1803), der letzte Abt des Klosters, die Geschicke leiteten,
erfolgte im Jahr 1803 die Säkularisation. Dadurch gelangte das Kloster
in die Hände des Grafen von Wartenberg, dann in den Besitz des Grafen
von Erbach im Odenwald. Die
Kirche St. Verena, heute im Besitz der Kirchengemeinde St. Verena, wurde
1308 mit einem neuen Chor und einem Hochaltar ausgestattet und und den
Jahren 1440-1450 ausgebaut. Nach der Vollendung im Jahr 1506 erfolgte
1509 die Einweihung. Die beiden Türme, das Chorgestühl, die
Beichtstuhlfiguren und die Sakristei stammen vom 1697 errichteten Neubau
nach dem verheerenden Brand. Hinweis: Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen die jeweiligen Fotos im Großformat in einem separaten Fenster (Javascript muss aktiviert sein). Bitte dann ein klein wenig Zeit aufbringen, denn der Qualität wegen wurden die Fotos nicht stark komprimiert! |