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Kloster Bad SchussenriedDas Kloster finden sie finden sie im oberschwäbischen Bad Schussenried.

Im Jahr 1183 gründete der Prämonstratenser-Orden das Kloster in Bad Schussenried. Das von Propst Friedrich geleitete Zwölferkonvent bekam von zwei adligen Herren, die sich dann dem Orden anschlossen, deren väterliche Feste, die Apostel-Johannes-Kirche, zwei Mühlen und mehrere Güter in der näheren Umgebung geschenkt.
Der Kirchenneubau begann 1186, in dem dann Propst Friedrich und der Chorherr Beringer bestattet wurde. Dessen Bruder Konrad starb 1191. Beringer und Konrad waren die beiden Stifter der oben genannten Güter. Die nach dem Tod Konrads entstandenen Schwierigkeiten konnten ausgeräumt werden, so dass 1205 mit den Aufbauarbeiten fortgefahren werden konnte.

Im Jahr 1211 wurde das Kloster unter päpstlichen Schutz gestellt und durch Propst Konrad vollends ausgebaut, mit einem Altarraum, einem nordseitigen Glockenturm und einer Sakristei versehen. Somit entsprach der Sakralbau dem Wunsch des Ordensstifters Norbert von Xanten.

1440 wurde Schussenried zur Abtei erhoben, Unmittelbar danach wurde das Reichsgotteshaus durch Abt Heinrich Österreicher umgestaltet; ein schlossartiger Ausbau wurde 1482 der Westfassade vorgesetzt und 1486 eine Stiftsbibliothek eingerichtet.
Die in ihrem Kern größtenteils spätromanisch, im ausgehenden 15. Jahrhundert gotisierte Abteikirche behielt bis zum 30-jährigen Krieg ihr Aussehen. Nach einem Feuer, den die abziehenden Schweden 1647 im Langhaus gelegt hatten, wurde das Innere des Gotteshauses umgestaltet. Die ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogene Konventanlage wurde von 1656-1663 neu gebaut.
Der spanische Erbfolgekrieg verhinderte den von Prälat Tiberius Mangold angedachten Plan eines kompletten Kirchen- und Klosterneubaus.

1748 stellt Reichsprälat Siard I. dem Baumeister Dominikus Zimmermann ein neues Planmodell des Kirchenneubaus vor, dem der Konvent im Jahr 1749 auch zustimmte. Allerdings sollte der Bau stufenweise erfolgen.

Nach der Säkularisation im Jahr 1803, bei der St. Magnus Pfarrkirche geworden war, entfernte man den Kreuzaltar und das Chorgitter. 1869, nachdem der Bau am 1.4.1835 in Staatsbesitz übergegangen war, wurde die Orgel erneuert.
Die Deckenfresken in der St. Magnus-Kirche stammen vom Münchner Hofmaler Johann Zick. Das eindrucksvolle Chorgestühl, aus Nussbaum gefertigt und an der Rückseite mit Lindenreliefs geschmückt, ist ein Werk des damals 30-jährigen Bildhauers Georg Anton Machein und seiner Überlinger Werkstatt.

Der sehenswerte, barocke Bibliothekensaal im Kloster wurde 1754-1761 von Dominikus Zimmermann entworfen und vom Schussenrieder Stiftsarchitekt Jakob Emele ausgeführt. Die herrlichen Malereien stammen von Franz Georg Hermann und dessen Sohn Franz Josef.
Der Bibliothekensaal ist übrigens 27 Meter lang, 13,65 Meter breit und 7,35 Meter hoch. 

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