Im Jahr
1183 gründete der Prämonstratenser-Orden das Kloster in Bad
Schussenried. Das von Propst Friedrich geleitete Zwölferkonvent bekam
von zwei adligen Herren, die sich dann dem Orden anschlossen, deren
väterliche Feste, die Apostel-Johannes-Kirche, zwei Mühlen und mehrere
Güter in der näheren Umgebung geschenkt. Im Jahr 1211 wurde das Kloster unter päpstlichen Schutz gestellt und durch Propst Konrad vollends ausgebaut, mit einem Altarraum, einem nordseitigen Glockenturm und einer Sakristei versehen. Somit entsprach der Sakralbau dem Wunsch des Ordensstifters Norbert von Xanten. 1440
wurde Schussenried zur Abtei erhoben, Unmittelbar danach wurde das
Reichsgotteshaus durch Abt Heinrich Österreicher umgestaltet; ein
schlossartiger Ausbau wurde 1482 der Westfassade vorgesetzt und 1486
eine Stiftsbibliothek eingerichtet. 1748 stellt Reichsprälat Siard I. dem Baumeister Dominikus Zimmermann ein neues Planmodell des Kirchenneubaus vor, dem der Konvent im Jahr 1749 auch zustimmte. Allerdings sollte der Bau stufenweise erfolgen. Nach
der Säkularisation im Jahr 1803, bei der St. Magnus Pfarrkirche
geworden war, entfernte man den Kreuzaltar und das Chorgitter. 1869,
nachdem der Bau am 1.4.1835 in Staatsbesitz übergegangen war, wurde die
Orgel erneuert. Der
sehenswerte, barocke Bibliothekensaal im Kloster wurde 1754-1761 von
Dominikus Zimmermann entworfen und vom Schussenrieder Stiftsarchitekt
Jakob Emele ausgeführt. Die herrlichen Malereien stammen von Franz
Georg Hermann und dessen Sohn Franz Josef. Hinweis: Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen die jeweiligen Fotos im Großformat in einem separaten Fenster (Javascript muss aktiviert sein). Bitte dann ein klein wenig Zeit aufbringen, denn der Qualität wegen wurden die Fotos nicht stark komprimiert! |