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Kloster SiessenDas Kloster "Sießen" finden Sie in der Nähe von Bad Saulgau in Oberschwaben.

Eine junge Ordensschwester aus dem Kloster Sießen namens Maria Innocentia Hummel (1909-1946) sorgte mit ihren weltbekannten Hummel-Bildern und Hummel-Figuren für einen großen Bekanntheitsgrad des Klosters. Dieser wird noch durch die Paramentenstickerei der Sießener Schwestern untermauert.

Entstanden ist das Kloster Sießen im Jahr 1259, als Ritter Steinmar von Strahlegg den seit 1251 in Saulgau ansässigen Dominikanerinnen sein Anwesen Sießen vermachte. Die sechs Saulgauer Dominikanerinnen zogen am 14. Mai 1260 in das neu gegründete Kloster ein, das zu dieser Zeit aus dem ruinösen-, baufälligen- und vom Ritter selbst nicht mehr bewohnten Teil des Gebäudekomplexes sowie einer Pfarrkirche bestand. St. Marxen wurde das Kloster benannt.

Die Anerkennung des Ordens unter Augustinischer Regel erfolgte 1295 durch Bischof Heinrich von Konstanz. Die Erhebung zu Dominikanerinnen des II. Ordens wurde durch Bischof Nicolaus von Konstanz im Jahr 1339 vorgenommen.
Um das Jahr 1452 wurde das Kloster den Reichstruchsessen von Waldburg-Scheer unterstellt. 1572 übernahmen vier Schwestern aus dem Kloster Kirchberg wichtige Ämter, um die Reformierung voran zu treiben. Am 6. April 1632 wurde das Kloster von den schwedischen Truppen überfallen. Im Jahr 1674 zerstörte ein Großbrand den Klosterkomplex.

Unter Priorin Maria Dominika Baizin erfolgten Ende des 17. Jahrhunderts umfangreiche Baumaßnahmen. 1683-1685 wurde die Kirche barockisiert und im Jahr 1687 das heutige "Forsthaus" errichtet.
Franz Beer I. aus Vorarlberg wurde 1716 mit dem Bau einer vierflügligen Klosteranlage beauftragt, die dann Ende 1718 im Rohbau fertig gestellt wurde. Die Innenarbeiten erfolgten 1719-1722. Die neue Kirche wurde 1726-1729 erbaut.

Nach der Säkularisation kam das Kloster an den Fürsten von Thurn und Taxis, 1806 unter Württembergische Landeshoheit.
Die Franziskanerinnen von Oggelsbeuren erwarben am 9.5.1860 den Klosterbau vom Fürsten von Thurn und Taxis und zogen kurz darauf ins Kloster ein. Damit begann ein soziales- und weltoffenes Klosterleben.
Im 2. Weltkrieg wurde das Kloster von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Heute ermöglichen die Sießener Schwestern jungen Menschen das Leben innerhalb einer Weggemeinschaft.

Im Kloster Sießen sind die Handschriften so berühmter Künstler und Baumeister wie Dominikus und Johann Baptist Zimmermann, Zacharias Nußbaumer, Egidius Schnitzer, Franz Beer, Caspar Fuchs, Wolfram Köberl, Johann Georg Messmer, Matthias Zehender u. a. unverkennbar und allgegenwärtig. 

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