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Basilika in WeingartenDie "Basilika Weingarten" finden sie in Weingarten nahe Ravensburg in Oberschwaben.

Im Jahr 940 gründete der Welfengraf Heinrich in Altdorf im Tal ein Frauenkloster, das jedoch 1053 weder abbrannte. Kurz vor seinem Tod am 13.November 1055, verlegte Welf III. das Kloster auf den nahen Martinsberg, auf dem auch die frühere Pfarrkirche gestanden hatte. Der Pfarrkichenpatron St. Martin war nun Schutzherr des Klosters, dem dann Welf III. wegen der umliegenden Rebenpflanzungen des Namen "Weingarten" gab.

Welf IV. bestimmte das Kloster als Grablege seines Hauses und unterstellte es 1094 Rom. 1056 zogen vom nordwestlich von München liegenden Welfenkloster Altomünster Mönche in Weingarten ein.
Ab 1124 entstand das Kloster neu und wurde 1182 mit Ost- und Westchor und zwei Westtürmen, zwischen denen sich bis 1715 das Welfengrab befand, feierlich eingeweiht. Drei Brände (1215, kurz vor 1248 und 1477) hatten dem Kloster zwar zugesetzt, dieses aber in ihrer Bausubstanz nicht wesentlich beschädigt. Diese Bausubstanz erhielt sich bis zum Barockneubau im Jahr 1715. Heute sind davon noch ca. zwei Drittel Länge der Südwand des Querhauses, die Wand des südlichen Seitenschiffes und die Südwand mit dem Bogenaufsatz eines Portals als romanische Reste zu bewundern.

Bereits 1684, also 31 Jahre vor dem Neubau, weilte der Einsiedler Benediktinierbruder Kaspar Moosbrugger zu ersten Baubesprechungen in Weingarten. Der Grundstein wurde dann am 22. August 1715 vom päpstlichen Nuntius Jakob Carraccioli gelegt; die Kirchweihe fand am 10. September 1724 durch den Konstanzer Bischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg statt. 
Die Reichsabtei Weingarten wurde 1802 im Besitz von 306 qkm Land, 11.000 Einwohnern, 120.000 Gulden Jahreseinkünften, einer wertvollen Bibliothek mit 800 Handschriftenbänden, ca. 1000 Wiegendrucken und mit kostbarem Kirchenschatz säkularisiert.
Nach Wilhelm III. von Nassau-Oranien-Illenburg kam 1806 Württemberg in den Besitz des Klosters. Benediktiner-Mönche aus Beuron zogen 1922 in Weingarten ein, wurden 1940 wieder vertrieben, kehrten jedoch 1945 in den Konventbau zurück.
Eine Gesamtrestauration des Kircheninnern und der Fassade  erfolgte in den Jahren 1952 bis 1956.

Die Basilika Weingarten wäre, wenn der Idealplan, der den imposantesten und geschlossensten Plan aller deutschen Klosteranlagen darstellt, ausgeführt worden wäre, das bedeutendste Barockkloster nördlich der Alpen. Die Prälatur (im Ostbau der nördlichen Hälfte) sowie andere Bauten vollendete ab dem Jahr 1740 Josef Schmutzer. An den Bauplänen von Kaspar Moosbrugger arbeitete u.a. auch Frisoni.
Die Weingartner Kirche weißt einen Grundriss von einem langen, geschlossenen Rechteck von 102 Metern Länge auf, an das im Westen zwei Türme angesetzt sind.
C.D.Assam, ein altbayerischer Maler, übernahm die Ausmalung an den Hängekuppeln. Die Stuckarbeiten stammen vom Wessobrunner Franz Xaver Schmutzer. Der machtvolle Hochalter wurde 1718 von Frisoni entworfen. Das jeweils 40-sitzige Chorgestühl wurde vom Klosterschreiner Josef Koch und dem damals 24-jährigen Josef Anton Feichtmayer aus Mimmenhausen-Wessobrunn erschaffen. Die von Josef Bossert stammende Chororgel erweiterte Josef Gabler von 14 auf 24 Register und zählt wegen ihrer Qualität zu den fünf besten Orgeln in ganz Deutschland.

Die Benediktiner Abtei in Weingarten ist die längste Barockkirche Deutschlands, aber auch eine der raumstärksten und monumentalsten. Die Kirche ist Ausdruck des mächtigsten und reichsten schwäbischen Klosters.

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