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Carl Lämmle

Der Erschaffer Hollywoods, Carl Laemmle, wurde am 17.1.1867 In Laupheim geboren und starb am 24.9.1939 in Beverly Hills.

Nach seiner Kaufmannslehre wanderte er 1884 mit einem Schulfreund nach Amerika aus und arbeitete dort in einem Drugstore als Laufbursche. 1906 entdeckte er ein Tanzlokal, in dem Stummfilme vorgeführt wurden. Diese Filme hatten es ihm derart angetan, dass im bereits 1908 die Hälfte aller Kinos in Chicago gehörte. Im Juni 1912 gründete er die Universal Film Manufacturing Company. Universal City, eine ganze Studiostadt, ließ er ab 1913 nahe Los Angeles erbauen, die nach ihrer Fertigstellung am 15.3.1915 glanzvoll eröffnet wurde. In diesen Studios entstanden dann so bedeutende und hervorragende Filme wie z.B. Der Glöckner von Notre Dame (1923), The Phantom of the Opera (1925), King of Jazz (1930) oder Im Westen nicht Neues, für den Carl Lämmle im Jahr 1930 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Die Weltwirtschaftskrise ging auch an Carl Lämmle nicht spurlos vorbei - 1936 musste er sein Unternehmen verkaufen!

Seiner Heimatstadt Laupheim blieb Lämmle aber immer treu. Großherzig spendete er Gelder oder engagierte sich auf sozialer Ebene, so z.B. richtete er eine Armenstiftung ein, spendete Geld für Hochwasseropfer oder für den Turnhallenbau. Eine Carl-Lämmle-Straße, das Carl-Lämmle-Gymnasium sowie die Ehrenbürgerschaft von Laupheim zeugt von der ihm entgegengebrachten Hochachtung seiner Heimatstadt.

Die Machtergreifung der Nazis hatte zur Folge, dass Lämmle nicht mehr nach Deutschland einreisen durfte. Der bereits erwähnte Kriegsfilm "Im Westen nichts Neues" wurde im Jahr 1933 verboten. Von Amerika aus bewirkte Carl Lämmle, dass über 300 in der Heimat verfolgte Juden durch von ihm übernommene Bürgschaften, so genannte Affidavits, nach Amerika ausreisen durften und so vor der schrecklichen Verfolgung bewahrt wurden.