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Graf
Eberhard, genannt Graf Eberhard im Bart, wurde am 11. Dezember 1445 in Urach auf
der schwäbischen Alb geboren. Er war der zweite Sohn vom Grafen Ludwig von Württemberg-Urach
und Mechthild (Haus Wittelsbach, 1419-1482). Als Eberhard I. war er der erste
Herzog von Württemberg.
Eberhard tritt als 14-jähriger Ende 1459 die
Regierung in Württemberg-Urach an. Anlässlich einer Pilgerfahrt ins Heilige
Land im Jahr 1468 empfängt Eberhard in der Grabeskirche zu Jerusalem den
Ritterschlag. Anscheinend soll er nach dieser Pilgerfahrt den Pilgerbart
beibehalten haben, dem er den Beinamen im Bart verdankt. Mit 14.000 Gästen
(so wird überliefert) feiert Eberhard im Jahr 1474 seine Hochzeit mit Barbara Gonzaga von
Mantua! Die
Universität Tübingen gründet er im Jahr 1477. Der Papst verleiht Eberhard im
Jahr 1482 die Auszeichnung Goldene Rose. Im selben Jahr handelt er den
Münsinger Vertrag aus, der die schwäbischen Besitzungen des Hauses Württemberg
formal wiedervereinigt und Stuttgart zum Regierungs- und Verwaltungssitz erhebt. Den Ordnen vom
Goldenen Vlies nimmt Eberhard vom späteren König Maximilian im Jahr 1492 entgegen. Anlässlich des Reichtages von Worms im Jahr
1495 wird das Land Württemberg zum Herzogtum erhoben. Er starb am 24. Februar 1496 in Tübingen. Sein Grab befindet sich in der Stiftskirche Tübingen. |