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Theodor Heuss

Der Politiker und erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland Theodor Heuss wurde am 31.Januar 1884 in Brackenheim geboren, starb am 12. Dezember 1963 in Stuttgart und wurde mit einem Staatsbegräbnis am 17. Dezember auf dem Stuttgarter Waldfriedhof beigesetzt.

Theodor Heuss, der jüngste Sohn eines Straßenbaumeisters, studierte von 1902 bis 1905 Nationalökonomie in München und Berlin und promogierte 1905 zum Dr. rer. pol. in Heilbronn mit der agrargeschichtlichen Arbeit "Weinbau und Weingärtnerstand". Als Mitarbeiter der Zeitschrift "Die Hilfe" war er von 1905 bis 1912 tätig, wo er ab 1907 das politische Ressort übernahm.
1908 heiratete Heuss seine Frau Elly Knapp, die Tochter des Straßburger Nationalökonomen Georg Knapp, die ihm einen Sohn schenkte. Von 1910 bis 1918 war er Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei und von 1912 bis 1918 Hauptschriftleiter der Neckerzeitung in Heilbronn. 1918 tritt er in die Deutsche Demokratische Partei (DDP) ein und wird Mitglied der Geschäftsführung des Deutschen Werkbundes. Im selben Jahr übernimmt er die Redaktion der Wochenzeitschrift "Deutsche Politik", 1919 wird Heuss zum Bezirksvorsitzenden in Berlin-Schöneberg gewählt. Gleichzeitig arbeitet er bei der Vossischen- und bei der Frankfurter Zeitung.

Nachdem er von 1920 bis 1923 Dozent an der Hochschule für Politik in Berlin war, übernahm er 1923 bis 1926 die Redaktion der Zeitschrift Deutsche Nation und wurde 1924 Mitglied des Reichstages für die DDP bzw. ab 1930 für deren Nachfolgepartei Deutsche Staatspartei..
1933 wird Heuss von den Nationalsozialisten als Dozent der Hochschule für Politik in Berlin entlassen und bekam am 12. Juli des selben Jahres sein Reichsmandat abgesprochen.
Unter dem Pseudonym "Thomas Brackenheim" verfasste er von 1937 bis 1945 mehrere, verschiedene Biografien, u.a. auch an der Biografie von Robert Bosch, die 1946 veröffentlicht wird.
Bei der Frankfurter Zeitung wird Heuss 1941 fester Mitarbeiter. 1945/1946 wird Theodor Heuss Kultusminister in Baden-Württemberg und Mitglied der verfassungsgebenden Landesversammlung Württemberg-Badens.
Zum Vorsitzenden der Demokratischen Volkspartei (DVP) wird Heuss am 6.Januar 1946 und im Dezember zum Mitglied des Württemberg-Badischen Landtags gewählt.

Im September 1948 wird Heuss zum Abgeordneten und Fraktionsvorsitzenden im Parlamentarischen Rat in Bonn, nach dem Zusammenschluss der westdeutschen, liberalen Parteiverbände zur FDP als 1. Vorsitzender gewählt und auf dem Bundesparteitag am 12. Juni 1949 als Bundesvorsitzender der FDP bestätigt.
Nach der ersten deutschen Bundestagswahl am 14. August des selben Jahres wird Heuss zum Mitglied des Bundestages und durch die Bundesversammlung am 12. September zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Ohne Gegenkandidat wird er am 17. Juli 1954 von der Bundesversammlung auf weitere fünf Jahre in diesem Amt bestätigt.
Im Sommer des Jahres 1952 erklärt Heuss die dritte Strophe des Deutschlandliedes zur Nationalhymne.

1959 übergibt Heuss das Bundespräsidentenamt an seinen Nachfolger Heinrich Lübke und zieht sich in sein Haus in Stuttgart zurück.
Im Oktober wird Theodor Heuss dann mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
1963 werden die von ihm selbst verfassten Lebenserinnerungen "Erinnerungen 1905 - 1933" veröffentlicht