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Matthias Hohner wurde am 12.12.1833 in Trossingen geboren, wo er am 11.12.1902 verstarb. Wer
von ihnen kennt sie nicht - die Mundharmonika oder das Akkordeon der Firma
"Hohner" aus Trossingen auf der Schwäbischen Alb. Matthias Hohner war
der Entwickler und Erschaffer dieser weltbekannten Instrumente. 1857
errichtete Matthias Hohner, gemeinsam mit seinen Brüdern Jacob und Paul, eine
Fertigungsstätte für Mundharmonikas. Im gleichen Jahr heiratete er seine Frau
Anna. In Trossingen wurde er 1879 zum Bürgermeister (damals Schultheiß)
gewählt. Damit eine Dampfmaschine aufgenommen und betrieben werden konnte,
erbaute er 1881 ein neues Fabrikgebäude und baute 1887 in den Trossinger
Nachbargemeinden Aldingen und Deißlingen Produktionsfilialen auf. Sein Sohn
Hans übernahm 1891 die in New York eröffnete Vertriebsagentur. Matthias
Hohner war nach seiner Uhrmacher-Lehre auf Verkaufstouren unterwegs in
Oberschwaben und bekam dabei nicht nur das Uhrengewicht auf seinem Rücken
(zwischen 20 und 30 kg), sondern auch die erheblichen Absatzschwierigkeiten
deutlich zu spüren. Dies war für ihn 1857 der Anlass dafür, dem
Uhrmachergewerbe ade zu sagen und sich fortan nur noch dem Anfertigen von
Mundharmonikas zu widmen. Im Jahr 1887 wurde mit der Mundharmonika die Millionengrenze überschritten, nach der Übergabe an seine Söhne im Jahr 1900 reichte der Produktionsausstoß vier Millionen Exemplare. Die Mitarbeiterzahl, die sich 1888 bei ca. dreihundert bewegte, stieg um die Jahrhundertwende auf über Tausend. Laut Firmenangaben liegt in der Erhaltung der volksmusikalischen Tradition eine besondere Verpflichtung der Firma Hohner. |