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Johannes Kepler wurde
1571 in Weil der Stadt geboren und starb am 15.11.1630 in Regensburg.
Nach dem Besuch der deutschen
Lese- und Schreibschule und der Lateinschule, beide in Leonberg, ging er auf die
Klosterschule in Maulbronn. 1589, während der Vorbereitungskurse zum
Theologiestudium in Tübingen, entdeckte er seine Vorlieben für Mathematik und
Astronomie. 1591 erlangte er die
philosophische Magisterwürde und war danach am Gymnasium in Graz als
Landschaftsmathematiker tätig, in deren Funktion er auch astronomische Kalender
und Vorhersagen über bedeutende Witterungsverhältnisse des kommenden Jahres zu
erstellen hatte. 1597 veröffentlichte Kepler sein "Mysterium
Cosmographicum", also den Abständen der Planeten zueinander, die er mit
den Platonischen Körpern in Zusammenhang brachte. Seine Frau Barbara heiratete er
im selben Jahr, die ihm einen Sohn und eine Tochter gebar. Beide Kinder starben
jedoch kurz nach der Geburt an Hirnhautentzündung. Sein Problem, keine eigenen
Messinstrumente zu haben, erschweren seine Vorarbeiten zur Untersuchung der
Fixsternparallaxen. Er versuchte deshalb, mit Erfolg, beim Hofastronomen Tyho
Brahe eine Anstellung zu bekommen, der seiner Zeit die genauesten empirischen
Daten und die exaktesten Messinstrumente hatte. Gemeinsam mit Brahe übernimmt
er die Berechnung neuer Planetentafeln für Kaiser Rudolf II, die so genannten
Rudolfinischen Tafeln. Kurz nach Brahes Tod nahm Kepler Brahes wertvolle Daten
und Messinstrumente an sich. Ebenfalls erhielt er die Anstellung als
kaiserlicher Mathematiker. Die "Astronomia Nova", eine Abhandlung
über die Bewegung des Mars, verfasst Kepler Ende des Jahres 1604 nach der
Beobachtung einer Supernova. Kepler stellte die Kreisförmigkeit der
Planetenbahnen in Frage.
Zur Annahme einer elliptischen Planetenbahn ringt er sich erst Ostern 1605
durch. Die Fertigstellung der Astronomia Nova erfolgte zwar 1605, der Druck
dauerte aber bis 1609. 1610 erfährt Kepler von der Entdeckung der Jupitermonde
durch Galilei. Die Gelegenheit, selbst ein Fernrohr zu verwenden, bot sich ihm
noch im selben Jahr. Seine daraufhin folgende Fernrohrverbesserung erlaubte
durch Verwendung einer konvexen Linse im Okular wesentlich höhere
Vergrößerungen. Nach dem Tod seiner Frau
Barbara am 3.7.1611 ging Kepler nach Linz und nahm eine Stellung als
kaiserlicher Mathematiker an. Seine zweite Frau Susanna heiratet Kepler im
Oktober 1613. Seine Tochter Margarethe Regina wurde 1615 geboren. Johannes Kepler starb am 15.11.1630 in Regensburg. |