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Wilhelm Maybach

Der Automobilkonstrukteur Wilhelm Maybach wurde am 9.2.1846 in Heilbronn geboren und starb am 29.12.1929 in Stuttgart.

Da Maybachs Vater 1856, zwei Jahre nach dem Tod der Mutter, durch Freitod aus dem Leben schied, wuchs Maybach in einem Waisenhaus in Reutlingen auf. In der dem Waisenhaus angeschlossenen Maschinenfabrik absolvierte Maybach von 1861-1865 ein Lehre als Technischer Zeichner und war dann dort, nach Beendigung seiner Ausbildung, als Detailkonstrukteur tätig. Gottlieb Daimler übernimmt 1867 die Leitung dieser Maschinenfabrik. Maybach wechselt 1869 mit G. Daimler zu der Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe AG. 1873 er als Leiter des Konstruktionsbüros zu der Deutz Gasmotorenfabrik in Köln, bei der G. Daimler bereits seit 1872 im Vorstand tätig ist. Dort bringt Maybach im selben Jahr den von Nicolaus Otto (1832-1891) konstruierten Otto-Motor und den ebenfalls von Otto konstruierten Viertaktmotor im Jahr 1877 zur Serienreife.

1878 heiratet er Bertha Habermaas, die ihm 1879 seinen Sohn Karl und 1884 seinen Sohn Adolf zur Welt bringt. 1882 folgt Maybach G. Daimler in dessen Werkstatt nach Cannstatt. Gemeinsam konstruieren sie dort von 1883-1889 einen kleinen, schnelllaufenden Verbrennungsmotor und ein mit hölzernem Rahmen versehenes Motorrad. Der von Maybach konstruierte Stahlwagen wird wird 1889 auf der Weltausstellung in Paris vorgestellt. In den Jahren 1895-96 konstruiert Maybach fünf neue Vierzylindermotoren von 6 bis 23 PS.

Auf Anregung von Emil Jellinek (1853-1918) konstruiert Maybach nach Daimlers Tod im Jahr 1900 den 35 PS starken Vierzylinder-Rennwagen, der nach Jellineks Tochter "Mercedes" genannt wird. 1903 konstruiert Maybach den 70 PS starken Sechszylinder-Mercedes und 1906 einen 120 PS starken Rennmotor.
Für Ferdinand Graf Zeppelin konstruiert Maybach 1908 gemeinsam mit seinem Sohn Karl Luftschiffmotoren. Die "Motorenbau GmbH" eine Tochtergesellschaft der "Luftschiffbau Zeppelin GmbH" wird 1909 unter der Leitung seines Sohnes Karl gegründet. Maybach selbst wird technischer Berater. 1915 wird Maybach zum Oberbaurat ernannt, 1916 wird ihm von der Technischen Hochschule in Stuttgart die Ehrendoktorwürde verliehen.

Wilhelm Maybach stirbt am 29.12.1929 in Stuttgart.