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Reinhold Maier

Der 1. Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Dr. Reinhold Maier wurde am 16.10.1889 in Schorndorf geboren und starb am 19.8.1971 in Stuttgart.

Nach dem Besuch der Latein- und Realschule studierte er in Grenoble und Tübingen Volkswirtschaft und Jura. Einige Jahre war er auch als Rechtsreferendar in Schorndorf und Ravensburg tätig. Im ersten Weltkrieg kämpfte er mit dem 13. Fußartillerie-Regiment in mehreren Feldzügen. Für seine Tapferkeit wurde er mehrmals ausgezeichnet. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg war er wieder als Rechtsreferendar in Ravensburg tätig.
Nach dem er zum Dr. jur. promovierte, arbeitete er als Rechtsanwalt in Stuttgart. 1929 heiratete er seine Frau Gerta Goldschmidt, Tochter einer in Stuttgart sehr angesehenen jüdischen Familie. Gerta brachte ihm zwei Kinder zur Welt, mit denen sie in der Nazi-Herrschaft nach England floh. Reinhold Maier, der sich nach gewaltigem Druck der Nazis von seiner Frau scheiden ließ, war wieder als Rechtsanwalt tätig. 1946 heiratete er seine Frau Gerta erneut.
Nach Ende des Krieges, im August 1945, wurde er von der amerikanischen Besatzungsmacht, für die Maier ein wichtiger Ansprechpartner war, mit der Bildung einer Regierung für Nordwürttemberg und Nordbaden beauftragt, in der er dann selbst die Ämter des Ministerpräsidenten und des Finanzministers übernahm. Nach Schaffung einer Landesverfassung und der erfolgten Parteienzulassung wurde die DVP (FDP) gegründet. Am 25.4.1952 wurde Reinhold Maier zum 1. Ministerpräsidenten eines noch namenlosen neuen Bundeslandes gewählt. Dieses erhielt später dann den Namen Baden-Württemberg. Nach seinem Rücktritt am 1.10.1953 blieb er aber der FDP bis 1959 als Bundestags- und bis 1964 als Landtagsabgeordneter treu. Den Bundesvorsitz der FDP hatte er von 1957-1960 inne. Seine politischen Leistungen würdigten die Städte Schorndorf, Welzheim und Stuttgart mit der Ehrenbürgerschaft.
Reinhold Maier starb am 19.8.1971 in Stuttgart und liegt in Schorndorf begraben.