zurück

Ferdinand Graf Zeppelin

Ferdinand Graf von Zeppelin wurde am 8.7.1838 in Konstanz geboren und starb am 8.3.1917 in Berlin.

Ab 1853 besucht er das Polytechnikum in Stuttgart und tritt ab 1855 als Kadett in die Kriegsschule Ludwigsburg ein. 1858 nimmt Zeppelin in Tübingen ein Studium für Staatswissenschaft, Maschinenbau und Chemie auf. Aufgrund Preußischer Mobilmachung im österreichisch-italienischen Krieg kommt Graf Zeppelin zum Ingenieurskorps nach Ulm. Am 7.8.1869 heiratet er Isabella Freiin von Wolff. Aus dieser Ehe geht ein Kind hervor. 1870/71 nimmt Zeppelin als Kavallerie- und Generalstabsoffizier am Deutsch-Französischen Krieg teil, in dem die Franzosen Ballons zur Sicherung der Verbindung zwischen Paris und dem Hinterland einsetzen. Einem Tagebucheintrag Zeppelins vom 25.4.1874 ist ersichtlich, dass er sich mit der Idee trägt, ein starres Luftschiff zu bauen.

1891, nach seiner Verabschiedung aus dem Militärdienst, befasst er sich mit dem Bau eines Luftschiffes. Zeppelin erwirbt 1894, trotz großer Bedenken einer Sachverständigenkommission, das Deutsche Patent für einen "lenkbaren Luftzug". 1896 wird Zeppelin Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure und gründet 1898 die "Aktiengesellschaft zur Förderung der Luftschifffahrt".

Am 2. Juli 1900 startet das erste lenkbare Luftschiff "LZ1" in Manzell am Bodensee. Das Luftschiff "LZ2", das er aus dem Erlös einer Geldlotterie finanziert, steigt am 17.1.1906 auf und wird am Landeplatz Kißlegg im Allgäu durch einen Orkan zerstört. Am 9.10 des selben Jahres wird das 3. Luftschiff, das "Z 1" erprobt. Dieses wird dann 1908 nach mehreren erfolgreichen Fahrten von der Militärverwaltung gekauft. Nachdem das 4. Luftschiff, das "LZ4" am 5.8.1908 in Echterdingen durch Sturm und eine Gasexplosion zerstört wird, ermöglichen private Spenden in Höhe von ca. 5,5 Millionen Mark die Fortführung seiner Idee. Im Jahr 1909 gründet Zeppelin die "Luftschiffbau-Zeppelin GmbH" und 1913 die "Zeppelin-Wohlfahrt GmbH". Bis 1914 befördert die Deutsche Luftschifffahrt AG mit sieben Luftschiffen ohne irgendwelche Zwischenfälle insgesamt 34.000 Personen.

Da die Luftschiffe den Jagdfliegern eine zu große Angriffsfläche bieten, bleiben die Zeppeline im 1. Weltkrieg ohne Bedeutung.

Ferdinand Graf von Zeppelin stirbt am 8.3.1917 in Berlin.