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Essen

"Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen" - was für ein wahrer Spruch!

Die bürgerliche Privatküche und die einfache Bauernküche hat in Württemberg Tradition. Größtenteils bestand diese ab dem 15. Jahrhundert aus Mehlspeisen, wurde dann ab Mitte des 17. Jahrhunderts durch die Kartoffel, die zu der Zeit immer beliebter wurde, angereichert.

Die heute noch (oder hauptsächlich) hoch gelobte "gut bürgerliche Küche" ist darauf zurückzuführen, dass die Bürger in den Städten vom Adel unabhängiger waren. Dadurch gelangten Metzger, Bäcker, Handwerker, Händler, Offiziere und höhere Beamte zu größerem Wohlstand und konnten sich somit eine abwechslungsreichere und "bessere" Kost leisten. Fleisch war "Herrenessen"; das Volk begnügte sich hauptsächlich mit Innereien und Mehlspeisen. Dennoch war und blieb die schwäbische Küche einfach, deftig und unkompliziert.

Regionale Unterschiede sind zwangsläufig. In Oberschwaben spürt man noch den historisch bedingten Einfluß zu Österreich - durch die vorherrschende Viehzucht gibt es Milch, Rahm und natürlich Käse im Überfluß. Auf der Alb hingegen hatte man diese Möglichkeiten nicht in einem derartigen Umfang. Der allseits bekannte Spruch "viel Steine gab´s und wenig Brot" sagt alles aus. Im schwäbischen Unterland wiederum kannte man eine wesentlich größere Sortenvielfalt und somit auch abwechslungsreichere Kost.

Goethe schrieb bereits 1779 in seinem Werk "Reineke Fuchs": "laßt uns nach Schwaben entfliehen! Dort kennt uns niemand. Wir halten uns nach Landes Weise daselbst. Hilf Himmel! Es findet sich süße Speise da und alles Guten die Fülle: Hühner, Gänse, Kaninchen, Zucker und Datteln, Feigen, Rosinen und Vögel von allen Arten und Größen. Und man bäckt im Lande das Brot mit Butter und Eiern. Rein und klar ist das Wasser, die Luft ist heiter und lieblich, Fische gibt es genug".

Trotz des mittlerweile großen Einflusses der italienischen-, griechischen- oder französischen Küche haben sich erstaunlich viele regionale Rezepte wie Spätzle, Ofenschlupfer oder Maultaschen bis in unsere Zeit hinein erhalten.

Dem Wahlspruch folgend "d`Leit send gschleckat, was wird emmer gmeckert, isch aber guat, no ziagt mr dr Huat" brauchen wir uns aber um die schwäbische Küche keine Sorgen machen. Die traditionellen Speisen werden auch weiterhin auf den Tisch kommen und somit für zufriedene Menschen in Württemberg sorgen.

Einige der wohl bekanntesten und traditionellsten württembergischen Speisen sollen hier Erwähnung finden und vorgestellt werden.
Da wären die "Kartoffelschnitz und Spätzle", die in den Lokalen als "Gaisburger Marsch" angeboten werden, die "Spätzle" natürlich, "Maultaschen" dürfen keinesfalls fehlen, "Linsen mit Spätzle" sind absolut Pflicht, "Käsespätzle" und "Laugenbrezeln" gehören selbstverständlich genau so dazu wie der bekannte "Ofenschlupfer".

Alle Rezepte öffnen sich in einem separaten Fenster (Java-Script muss aktiviert sein), sind mit einem entsprechenden Foto versehen und können, sofern sie dies möchten, gleichzeitig auch ausgedruckt werden. Guten Appetit!

<<Spätzle>>  <<Kartoffelschnitz und Spätzle>>  <<Maultaschen>>  <<Linsen mit Spätzle>>  <<Kässpätzle>>  <<Laugenbrezeln>>  <<Ofenschlupfer>>