Um Württemberg kennen zu lernen und die darin lebenden Menschen mit all ihren Eigenschaften verstehen zu können, muss man schon sehr weit in die Zeitgeschichte zurückgehen. Damals, vor fast zwanzig Tausend Jahren, lag der Bodensee und Oberschwaben bis herauf zur Höhe von Ochsenhausen und Biberach tief unter dem Rheintalgletscher verborgen. Nachdem die Eis- und Steinzeiten vorbei waren, folgten die Bronze- dann die Eisenzeit, aus der Metallgegenstände gefunden wurden und somit einen Beweis für den Handelsverkehr mit dem Mittelmehrgebieten und dem Orient erbrachte. Eine Besiedelung, von deren Menschen man allerdings sehr wenig weiß, hat also bereits zu dieser Zeit schon stattgefunden. Von dem um 400 vor
Christus aus dem Westen kommenden Kelten, die in auf Hügeln und
Bergrücken erbauten Fliehburgen lebten, weiß man durch Funde in
Grabhügeln zwar mehr, aber noch lange nicht genug. Die Alemannen oder
Sueven, ein aus verschiedenen germanischen Völkern zusammengewürfelter
Stammesbund, eroberten um das Jahr 260 die auf der rechten Seite des
Rheines gelegenen Gebiete. Dass sowohl wir
Württemberger, als auch die Badener, Vorarlberger, Schweizer und
Elsässer Schwaben sind, ist auf den Umstand zurückzuführen, dass die
Alemannen ca. 550 die letzte Verteidigungslinie der Römer
überwältigten und dadurch die Rheinpfalz, das Elsass, die Ostschweiz,
das südliche Rheinhessen und das Gebiet zwischen Iller und Lech
eroberten. Nachdem die Alemannen bis Ende des 5./Anfang des 6. Jahrhunderts die eroberten Gebiete beherrschten, mussten sie sich der nach Süden vordringenden Franken erwehren. 496, bei der Schlacht von Zülpich in der Nähe von Köln, wurden die Alemannen durch den Frankenkönig Chlodwig besiegt und mussten die nördliche Hälfte ihres Gebietes bis zu einer Linie von Crailsheim quer durch das heutige Württemberg bis zur Hornisgrinde im Schwarzwald reichend abtreten. Der Hohenstaufen bei Göppingen ist wohl Deutschlands ruhmvollster und sagenumwogendster Berg überhaupt. Von hier aus rissen die Staufer (siehe separate Seite - hier klicken) die schwäbische Herzogsgewalt an sich und dehnten von dort auch ihre im Mittelalter unvergleichliche Herrschaft aus. Friedrich von Büren (Wäschenbeuren) Mitte des 11. Jahrhunderts, Friedrich Barbarossa ein Jahrhundert später und Konradin, dem letzten der Herzöge von Schwaben, der 1268, beim Versuch Sizilien zurückzuerobern, in Neapel enthauptet wurde, waren glanzvolle Staufergestalten. |