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Geschichte Württembergs

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Um Württemberg kennen zu lernen und die darin lebenden Menschen mit all ihren Eigenschaften verstehen zu können, muss man schon sehr weit in die Zeitgeschichte zurückgehen.

Damals, vor fast zwanzig Tausend Jahren, lag der Bodensee und Oberschwaben bis herauf zur Höhe von Ochsenhausen und Biberach tief unter dem Rheintalgletscher verborgen. Nachdem die Eis- und Steinzeiten vorbei waren, folgten die Bronze- dann die Eisenzeit, aus der Metallgegenstände gefunden wurden und somit einen Beweis für den Handelsverkehr mit dem Mittelmehrgebieten und dem Orient erbrachte. Eine Besiedelung, von deren Menschen man allerdings sehr wenig weiß, hat also bereits zu dieser Zeit schon stattgefunden.

Von dem um 400 vor Christus aus dem Westen kommenden Kelten, die in auf Hügeln und Bergrücken erbauten Fliehburgen lebten, weiß man durch Funde in Grabhügeln zwar mehr, aber noch lange nicht genug.
Aus dem ca. 100 vor Christus stattgefundenen Kämpfen zwischen Römern und Germanen resultierte, dass Rhein und Donau die Grenzen des römischen Reiches waren. Römisch wurden wir aber erst, nachdem eine von Straßburg nach Ulm und eine weitere, von Mainz nach Köngen an der Donau reichende Diagonalstrasse zur Versorgung der römischen Heere erbaut worden war. Der immer weiter nach Norden gerückte Obergermanische Limes, der sich schnurgerade durch unser Land zog, bildete eine Befestigungslinie gegen die weiter nördlich lebenden Barbaren.

Die Alemannen oder Sueven, ein aus verschiedenen germanischen Völkern zusammengewürfelter Stammesbund, eroberten um das Jahr 260 die auf der rechten Seite des Rheines gelegenen Gebiete.
Aufgebrochen aus den Gebieten an der unteren und mittleren Gegend der Elbe, der heutigen Mark Brandenburg, eroberten sie das gesamte rechtsrheinische Gebiet zwischen dem Bodensee und der nördlich gelegenen Wetterau und drängten damit die Römer bis in die Voralpen zurück.

Dass sowohl wir Württemberger, als auch die Badener, Vorarlberger, Schweizer und Elsässer Schwaben sind, ist auf den Umstand zurückzuführen, dass die Alemannen ca. 550 die letzte Verteidigungslinie der Römer überwältigten und dadurch die Rheinpfalz, das Elsass, die Ostschweiz, das südliche Rheinhessen und das Gebiet zwischen Iller und Lech eroberten.
Sueven (Schwaben) und Alemannen sind also ein und dasselbe, wie Urkunden aus der damaligen Zeit unmissverständlich belegen. Alemannen wurden wir von den lateinische redenden Nachbarn, Sueven von den Barbaren, also von den nicht lateinischen sprechenden Völkern, genannt.

Nachdem die Alemannen bis Ende des 5./Anfang des 6. Jahrhunderts die eroberten Gebiete beherrschten, mussten sie sich der nach Süden vordringenden Franken erwehren. 496, bei der Schlacht von Zülpich in der Nähe von Köln, wurden die Alemannen durch den Frankenkönig Chlodwig besiegt und mussten die nördliche Hälfte ihres Gebietes bis zu einer Linie von Crailsheim quer durch das heutige Württemberg bis zur Hornisgrinde im Schwarzwald reichend abtreten.

Der Hohenstaufen bei Göppingen ist wohl Deutschlands ruhmvollster und sagenumwogendster Berg überhaupt. Von hier aus rissen die Staufer (siehe separate Seite - hier klicken) die schwäbische Herzogsgewalt an sich und dehnten von dort auch ihre im Mittelalter unvergleichliche Herrschaft aus. Friedrich von Büren (Wäschenbeuren) Mitte des 11. Jahrhunderts, Friedrich Barbarossa ein Jahrhundert später und Konradin, dem letzten der Herzöge von Schwaben, der 1268, beim Versuch Sizilien zurückzuerobern, in Neapel enthauptet wurde, waren glanzvolle Staufergestalten.

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