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Geschichte Württembergs

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Wenn man von den Staufern redet, ist das Herrschergeschlecht der Hohenzollern vom gleichnamigen, geschichtsträchtigen Berg auf der Schwäbischen Alb, nicht weit.
Im 13. Jahrhundert schieden sich die Zollern in eine schwäbische und in eine fränkische Linie. Der einstige König von Rumänien und die Fürsten von Hohenzollern entstammen der schwäbischen-, der Alte Fritz sowie die letzten drei deutschen Kaiser der fränkischen Linie.

Ebenfalls aus dem alemannischen Raum stammen die weiteren deutschen Herrschergeschlechter Zähringer (siehe separate Seite - hier klicken), Welfen (siehe separate Seite - hier klicken), Habsburger und Eidgenossen, die ja dann aus landschaftlichen Bauern- und kleinen Stadtstaaten einen gemeinvölkischen Volksstatt schufen.

Nach dem Ende der Stauferzeit wurden ehemalige Reichsstädte wie z.B. Ulm, Reutlingen, Wangen, Isny, Leutkirch, Esslingen, Gmünd oder Aalen, reichsunmittelbar. Diese ehemaligen Reichsstädte, zu mächtigen Bünden zusammengeschlossen, spielten in den Jahrhunderten nach den Staufern eine große, wichtige politische Rolle.
Graf Eberhard von Württemberg (der Erlauchte) verhinderte kampfesmutig, dass Rudolf von Habsburg nicht in den Besitz des schwäbischen Herzogtums gelangte. Das südlich der Donau liegende Oberschwaben gehörte über fünfhundert Jahre zu Österreich, in Niederschwaben zwischen Neckar und der Alb herrschte das württembergische Grafenhaus.
Diese württembergischen Grafen waren auf deren mächtigen Stammburg auf dem Rotenberg, oberhalb von Obertürkheim und Uhlbach, ansässig. Dieser Berg, genannt Württemberg, war gleichzeitig auch der Namensgeber des Grafengeschlechtes. Heute steht dort die von König Wilhelm I. für seine Frau Katharina errichte Grabkapelle (separate Seite - bitte hier klicken).

Anfang des 15. Jahrhunderts kam durch Heirat Eberhards IV. die Grafschaft Mömpelgard (Montbeliard) zum Haus Württemberg, wo sie dann auch vier Jahrhunderte bis zur Französischen Revolution verblieb.
1442 kam es zwischen Eberhards Söhnen zur Teilung Württembergs in eine Uracher und in eine Stuttgarter Linie, die jedoch von Graf Eberhard im Bart 1482 im Münsinger Vertrag wieder rückgängig gemacht wurde.
In diesem Vertrag wurde für alle Zeiten die Unteilbarkeit des Landes und zugleich, an Stelle der bisherigen, privatrechtlichen Vererbung, nunmehr eine staatsrechtliche Vererbungsfolge festgeschrieben.
Der geschätzte und hochangesehene Graf Eberhard im Bart gründete 1477 die Tübinger Universität, für die er sich höchstpersönlich beim Papst die erforderlichen Privilegien holte.

Zum Herzogtum würde Württemberg Ende des 15. Jahrhunderts erhoben. Nachdem sich jedoch Herzog Ulrich derart verschwendungssüchtig und gewalttätig benahm, rebellierte der Bauernstand und es kam zum sogenannten "Armen Konrad", dem Bauernaufstand. Als Herzog Ulrich dann auch noch seinen Stallmeister Hans von Hutten, dessen Frau er begehrte, jähzornig erschlug und Mitten im Frieden die Stadt Reutlingen überfiel, verjagte ihn die zum Schwäbischen Bund vereinte Ritterschaft aus dem Land und verkaufte Württemberg an Habsburg, das dann das Land unterdrückte.

Mit Hilfe des Landgrafen von Hessen gelangte Ulrich fünfzehn Jahre später wieder in den Besitz von Württemberg und führte umgehend die entsprechende Reformation herbei.

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