Wenn man von den
Staufern redet, ist das Herrschergeschlecht der Hohenzollern vom
gleichnamigen, geschichtsträchtigen Berg auf der Schwäbischen Alb,
nicht weit. Ebenfalls aus dem alemannischen Raum stammen die weiteren deutschen Herrschergeschlechter Zähringer (siehe separate Seite - hier klicken), Welfen (siehe separate Seite - hier klicken), Habsburger und Eidgenossen, die ja dann aus landschaftlichen Bauern- und kleinen Stadtstaaten einen gemeinvölkischen Volksstatt schufen. Nach dem Ende der
Stauferzeit wurden ehemalige Reichsstädte wie z.B. Ulm, Reutlingen,
Wangen, Isny, Leutkirch, Esslingen, Gmünd oder Aalen,
reichsunmittelbar. Diese ehemaligen Reichsstädte, zu mächtigen Bünden
zusammengeschlossen, spielten in den Jahrhunderten nach den Staufern
eine große, wichtige politische Rolle. Anfang des 15.
Jahrhunderts kam durch Heirat Eberhards IV. die Grafschaft Mömpelgard (Montbeliard)
zum Haus Württemberg, wo sie dann auch vier Jahrhunderte bis zur
Französischen Revolution verblieb. Zum Herzogtum würde Württemberg Ende des 15. Jahrhunderts erhoben. Nachdem sich jedoch Herzog Ulrich derart verschwendungssüchtig und gewalttätig benahm, rebellierte der Bauernstand und es kam zum sogenannten "Armen Konrad", dem Bauernaufstand. Als Herzog Ulrich dann auch noch seinen Stallmeister Hans von Hutten, dessen Frau er begehrte, jähzornig erschlug und Mitten im Frieden die Stadt Reutlingen überfiel, verjagte ihn die zum Schwäbischen Bund vereinte Ritterschaft aus dem Land und verkaufte Württemberg an Habsburg, das dann das Land unterdrückte. Mit Hilfe des Landgrafen von Hessen gelangte Ulrich fünfzehn Jahre später wieder in den Besitz von Württemberg und führte umgehend die entsprechende Reformation herbei. |