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Die Staufer

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Das schwäbische Adelsgeschlecht der Staufer formte und prägte wie kein anderes die Welt im Mittelalter!
Eine glanzvolle und ruhmreiche Epoche schufen diese ursprünglichen Kleinadligen, die dann im Lauf der Zeit zu Königen und Kaisern wurden - bewundert, bestaunt, aber auch gehasst.
Wer denkt beim Stichwort Staufer nicht sofort an solch glanzvolle und berühmte Herrscher wie Kaiser Friedrich I. Barbarossa oder Kaiser Friedrich II., der sogar König von Deutschland, Burgund, Italien, Sizilien und Jerusalem war. Selbst heute noch, nach immerhin mehr als achthundert Jahren, erinnern noch sehr viele Namen, Orte und Bauwerke an dieses sehr bedeutende, schwäbische Geschlecht.

Folgende, in Reihenfolge genannte, Familienmitglieder der Staufer gelangten zur Herrschaft (in Klammern stehen jeweils die Regierungsjahre): 1.) Graf Friedrich 2.) Riesgraf Friedrich (1027-1030) 3.) Friedrich von Büren 4.) Friedrich I., "Der Alte", Herzog von Schwaben (1079-1105) 5.) Friedrich II., "Einaug", Herzog von Schwaben (1105-1147) 6.) Konrad III., Deutscher König (1138-1152) 7.) Friedrich I., "Barbarossa", König und Kaiser (1152-1190) 8.) Heinrich VI., König und Kaiser (1190-1197) 9.) Philipp von Schwaben, Deutscher König (1198-1208) 10.) Friedrich II., König und Kaiser (1212-1250) 11.) Heinrich VII., Deutscher König (1222-1235) 12.) Konrad IV., Deutscher König (1250-1254).
Der letzte Staufer war der 1268 enthauptete Konradin, Herzog von Schwaben.
Den Namen Staufer erhielten sie nach dem gleichnamigen Berg, auf dem sie ihre Stammburg gebaut hatten, dem Hohenstaufen.

Einen Steinwurf vom Hohenstaufen auf der schwäbischen Alb entfernt, im Wäscherschlössle nämlich, nahm die Geschichte der Staufer ihren Lauf. Das Wäscherschlössle, eine kleine Burg in Wäschenbeuren, war der Sitz der Herren von Büren, die von dem in der Nähe Nördlingens lebenden Riesgrafen abstammen und ausnahmslos alle den Namen Friedrich trugen.
Ein im Jahr 1054 verstorbener Friedrich von Büren heiratete eine aus elsässischem Geschlecht stammende Hildegard (die Großmutter Barbarossas), die aus Egisheim, wenige Kilometer von Colmar entfernt, kam.
Dessen Sohn, ebenfalls mit Namen Friedrich von Büren, erbaute 1079, nachdem er wegen seiner treuen Dienste zu Kaiser Heinrich IV. zum Herzog von Schwaben ernannt wurde, die Stammburg der Staufer auf dem Hohenstaufen. Durch den Bau von Burgen und der Gründung von Städten erweiterte Friedrich II. das Territorium. Von Heinrich V. erbte er die Güter um Speyer und Worms, König aber wurde der Welfe Lothar III. Konrad III., der Bruder Friedrichs II, wurde nach Lothars Tod zum König gewählt. Friedrich von Schwaben, genannt Friedrich I. Barbarossa (geb. 1122), bestimmte man nach Konrad III. zum König. Durch seine Tapferkeit und seinem Sinn für Gerechtigkeit entsprach er in hohem Maße dem Idealbild eines Königs. Die unter ihm stattfindende Vergrößerung der Ländereien ließ er durch Minister verwalten. Durch den mit dem Papst geschlossenen Vertrag, in dem er ihm Hilfe gegen die Römer und Normannen versprach, erhoffte Barbarossa zum Kaiser gekrönt zu werden. Zu diesem wurde er dann auch nach seinem 1. Italienfeldzug im Jahr 1255, in dem er den Aufstand der Römer niederschlug, als Dank gekrönt. 1156 heiratete Barbarossa die 14-jährige Beatrix von Burgund, 1157 kam es zum offenen Bruch mit dem Papst. Während seines 2. Italienfeldzuges, bei dem er Mailand eroberte und zerstörte, zwang ihn eine Seuche zum Rückzug. Dennoch gelang es ihm durch geschickte Diplomatie, 1177 den Frieden von Venedig mit dem Papst auszuhandeln.
Barbarossa, der 1189 zum 3. Kreuzzug nach Jerusalem aufbrach, ertrank am 10. Juni 1190 im Fluss Saleph in Kleinasien. 

Heinrich VI., sein Sohn, trat seine Nachfolge an, verfolgte seine Ziele hartnäckig, schreckte gleichzeitig aber nicht vor Grausamkeiten und Treulosigkeiten zurück. Sowohl unwahrscheinliche Zufälle als auch sein enorm großer Ergeiz machten ihn zu einem Herrscher einer Weltmonarchie, wie man sie bislang nicht kannte. Er war zugleich Kaiser des Römischen Reiches, König von Sizilien sowie Lehensherr von England, Zypern und Armenien. Während des antistaufischen Aufstandes in Deutschland nahm er Richard Löwenherz, der vom Kreuzzug zurückkam, gefangen, erpresste ein großes Lösegeld und isolierte gleichzeitig seine welfischen Gegner. 1197 verstarb Heinrich im Alter von 31 Jahren. Im April 1198 wurde er im Dom zu Palermo beigesetzt.

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