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Die Staufer

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Nach Heinrich übernahm ein deutsches Doppelkönigtum mit dem Welfen Otto IV. und Philipp von Schwaben die Geschicke des Landes. Otto, der nach Philipps Tod (1208) zum Kaiser gekrönt wurde, bekam vom Papst, der ihm nicht wohlgesonnen war, durch Friedrich II. einen deutschen König als Gegenpart gesetzt. Die Staufer erhielten durch ihn nochmals ihren früheren Glanz, denn er modernisierte durch Schaffung einer Beamtenschaft das deutsche Reich.
Sein Sohn Konrad IV. übernahm nach Friedrichs Tod die Herrschaft. Im folgte dessen Halbbruder Manfred. Nach der Schlacht von Benevent, in der Manfred sein Leben verlor, ging der staufische Besitz an den Sieger dieser Schlacht, Karl von Anjou. Durch den Tod Konradins, dem Sohn Konrads IV., endet das Staufergeschlecht. Er hatte 1267 noch einmal versucht, sein Erbe von Konrad von Anjou zurückzugewinnen, wurde aber geschlagen und 16-jährig am 29. Oktober 1268 öffentlich in Neapel hingerichtet. Damit war die glanzvolle Zeit der Staufer endgültig zu Ende!

Die Burg Hohenstaufen selbst wurde am 29.4.1525 durch den Bauernhauptmann Jörg Bader aus Böbingen und ca. 300 Bauern angegriffen. Nachdem der erste Überfall abgewiesen wurde, gelang es beim zweiten Angriff mit neuer Verstärkung, die Burg einzunehmen. Danach wurde die Burg geplündert und angezündet. Die Steine der Burg wurden Mitte des 16. Jahrhunderts zum Bau des Göppinger Schlosses verwendet.
Von der damals so stattlichen Burg auf dem Hohenstaufen sind heute leider nur noch sehr karge Überreste zu sehen. Der größte Teil der heute noch sichtbaren Grundmauern wurde neu aufgebaut. Historischer Bestand ist lediglich der Sockel des Bergfrieds, Teile der Trennwand sowie die unteren Quaderreihen des Tores und der westlich verlaufenden Mauer (siehe Rubrik "Burgen"..."Burg Hohenstaufen"). 

Von der Leistung und Ausstrahlung der Staufer war der deutsche Historiker Friedrich Wilhelm Benjamin von Giesebrecht (1814-1889) so angetan, dass er folgende Zeilen verfasste: "Wer auf der Höhe des Staufen steht, überschaut nach allen Seiten weithin das reiche Schwabenland. Das Auge kann die Fülle der Eindrücke schwer erfassen, und die Gedanken schweifen in das Gebiet des Unermesslichen, Grenzenlosen hinüber. Man begreift, wie hier ein Geschlecht erwuchs, welches unablässig in die Weite strebte, keine Schranke seinen Entwürfen und Unternehmungen setzte. Ein unwiderstehlicher Zug in die Ferne, der Abenteuerlust der französischen Ritter verwandt, ist in der Tat dem Geschlecht der Staufer eigen".

Noch etwas zum Wappen der Staufer: dieses zeigt drei nach links springende, übereinander angeordnete schwarze Löwen auf gelbem Grund auf. Welcher Staufer sich dieses Wappen als erster zulegte, ist bis heute nicht bekannt. Ebenso nicht bekannt ist, warum es drei Tiere sind.
Das Wappen selbst erscheint das erste mal 1220 auf einem Wachssiegel des Schwabenherzoges Heinrich. Die Farben, schwarze Löwen auf gelbem Grund, wurden 1265 vom Züricher Kleriker Konrad von Mure festgelegt.

Die drei Stauferlöwen sind heute im großen und kleinen Landeswappen von Baden-Württemberg integriert.

Stauferwappen
Wappen der Staufer

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