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Die Württemberger

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Das schwäbische Grafengeschlecht der Württemberger erhielt den Namen durch deren Höhenburg auf dem "Wirtemberg", oberhalb von Obertürkheim liegend.
Konrad de Wirtinsberk, der sich noch 1080 nach dem Remstalort Beutelsbach benannt hatte, war damals Burgherr. Er muss ein mächtiger und reicher Mann gewesen sein, denn anders wäre dieses große Bauprojekt wohl kaum zustande gekommen. Er also, dessen Ehe mit seiner Gattin Werndrut kinderlos blieb, war der erste Württemberger.

Den Namen Württemberg und den Besitz übernahm sein Neffe, der ebenfalls Konrad hieß. Graf Hartmann von Württemberg war 1220, nachdem es die Württemberger durch eine geschickte Heiratspolitik verstanden hatten, den Besitz zu vergrößern und in den Süden des Landes zu verlagern, einer der mächtigsten Männer in Schwaben und eng mit dem Kaiserhaus der Staufer verbunden. Dennoch distanzierten sich die Württemberger immer mehr von den übermächtigen Staufern.

Graf Ulrich I., mit dem Beinamen "mit dem Daumen" oder der Stifter" versehen, heiratete Mechthild, die Tochter des Markgrafen Hermann V. von Baden, und erweiterte dadurch enorm die Besitztümer der Württemberger. Zudem drang man, nachdem Stauferkönig Konrad IV. das Herzogtum Schwaben aberkannt wurde, erfolgreich in das ehemalige Staufergebiet an Rems, Fils und am mittleren Neckar vor. Stuttgart, eine badische Gründung, kam durch die Heirat Ulrichs I. dazu und wurde später die Residenz der Württemberger.
Ulrich I. erhielt 1258 das Marschallamt des Herzogtums Schwaben, starb am 25. Februar 1265 und liegt in der Stiftskirche von Beutelsbach, der ersten Grablege der Württemberger, begraben.

Da sein Vetter Hartmann noch zu Lebzeiten Ulrichs die Linie Württemberg-Grüningen-Landau gründete, ging durch deren später unaufhaltsamen Niedergang rund die Hälfte des württembergischen Besitztums verloren.
Ulrichs Sohn, Graf Eberhard I. "der Erlauchte", gelang es während seiner Regierungszeit von 1279 bis 1325, die Grafschaft Württemberg fast um die Hälfte zu vergrößern. Zwar verstand er es geschickt, die politische Lage für sich zu nutzen, provozierte aber auch mehrere Kreuzzüge gegen sein Land, bei denen dann die meisten Burgen, auch die Württemberg, geschleift wurden.
Die Zerstörung der Grablege in Beutelsbach veranlasste Eberhard I., diese nach Stuttgart zu verlegen. Dadurch wurde Stuttgart zugleich Residenz und kirchliches Zentrum des Landes.

Ulrich III., sein aus der Ehe mit Margarethe, Tochter von Herzog Friedrich IV. von Lothringen, stammender Sohn wurde 1325 sein Nachfolger. Auf diplomatische Art und Weise gelang es ihm, 1336 Markgröningen als Reichslehen und gleichzeitig das Recht, die Reichssturmfahne zu führen, zu erwerben. Durch den Kauf der Stadt und der Burg Tübingen für 20.000 Pfund Heller im Jahr 1343, reichte nun die Herrschaft der Württemberger bis ins Elsass.

Eberhard II. und der jüngere Ulrich IV. beerbten ihren Vater 1344. Eberhard II., ein Gefolgsmann Kaiser Karls IV., residierte in Stuttgart und beherrschte glänzend das Kriegshandwerk. Seinen Beinamen "der Greiner" erhielt er wegen seiner vielen Fehden in seiner Amtszeit. Als er sich 1367 in Wildbad zur Kur aufhielt, versuchten einige befeindete Ritter, seiner habhaft zu werden. Da er aber vorher vom Überfall gewarnt wurde, floh er in einer Nacht- und Nebelaktion mit seiner Frau nach Zavelstein im Schwarzwald. Da diese Flucht einem Landfriedensbruch gleich kam, folgte eine fast 20-jährige Fehde.
Aufgrund seiner dauernden Auseinandersetzungen mit den Reichsstädten erklärten ihm diese 1360 den Reichskrieg, den er, damals schon über 70-jährig, noch selbst begleitete und 1388 in der Schlacht bei Döttingen auch gewann. 1392 starb Eberhard II., "der Greiner".

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