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<Seite 1><Seite 2><Seite 3><Seite 4><Seite 5><Seite 6> Das
schwäbische Grafengeschlecht der Württemberger erhielt den Namen durch
deren Höhenburg auf dem "Wirtemberg", oberhalb von
Obertürkheim liegend. Den Namen Württemberg und den Besitz übernahm sein Neffe, der ebenfalls Konrad hieß. Graf Hartmann von Württemberg war 1220, nachdem es die Württemberger durch eine geschickte Heiratspolitik verstanden hatten, den Besitz zu vergrößern und in den Süden des Landes zu verlagern, einer der mächtigsten Männer in Schwaben und eng mit dem Kaiserhaus der Staufer verbunden. Dennoch distanzierten sich die Württemberger immer mehr von den übermächtigen Staufern. Graf
Ulrich I., mit dem Beinamen "mit dem Daumen" oder der
Stifter" versehen, heiratete Mechthild, die Tochter des Markgrafen
Hermann V. von Baden, und erweiterte dadurch enorm die Besitztümer der
Württemberger. Zudem drang man, nachdem Stauferkönig Konrad IV. das
Herzogtum Schwaben aberkannt wurde, erfolgreich in das ehemalige
Staufergebiet an Rems, Fils und am mittleren Neckar vor. Stuttgart, eine
badische Gründung, kam durch die Heirat Ulrichs I. dazu und wurde später
die Residenz der Württemberger. Da
sein Vetter Hartmann noch zu Lebzeiten Ulrichs die Linie
Württemberg-Grüningen-Landau gründete, ging durch deren später
unaufhaltsamen Niedergang rund die Hälfte des württembergischen
Besitztums verloren. Ulrich III., sein aus der Ehe mit Margarethe, Tochter von Herzog Friedrich IV. von Lothringen, stammender Sohn wurde 1325 sein Nachfolger. Auf diplomatische Art und Weise gelang es ihm, 1336 Markgröningen als Reichslehen und gleichzeitig das Recht, die Reichssturmfahne zu führen, zu erwerben. Durch den Kauf der Stadt und der Burg Tübingen für 20.000 Pfund Heller im Jahr 1343, reichte nun die Herrschaft der Württemberger bis ins Elsass. Eberhard
II. und der jüngere Ulrich IV. beerbten ihren Vater
1344. Eberhard II., ein Gefolgsmann Kaiser Karls IV., residierte in
Stuttgart und beherrschte glänzend das Kriegshandwerk. Seinen Beinamen
"der Greiner" erhielt er wegen seiner vielen
Fehden in seiner Amtszeit. Als er sich 1367 in Wildbad zur Kur aufhielt,
versuchten einige befeindete Ritter, seiner habhaft zu werden. Da er aber
vorher vom Überfall gewarnt wurde, floh er in einer Nacht- und
Nebelaktion mit seiner Frau nach Zavelstein im Schwarzwald. Da diese
Flucht einem Landfriedensbruch gleich kam, folgte eine fast 20-jährige
Fehde. |