|
<Seite 1><Seite 2> Neben der Grafschaft Wirtemberg hatten viele kleine Territorien und Herrschaften maßgeblichen Anteil daran, dass nach der Stauferzeit erhebliche und wichtige Akzente im später württembergischen Raum gesetzt wurden. Die
Verselbstständigung von Herrschaftsrechten fand in Schwaben nach dem
Untergang der Staufer ausgeprägt statt, da deren Zusammenbruch die Rechte
des Reiches erheblich schmälerten und zur Auflösung des Herzogtums
Schwaben führte. Diejenigen anderen Herrschaften und Geschlechter, die neben den Württembergern, Staufern, Zähringern und Welfen zu Ruhm und Ehren gelangten, möchte ich nachstehend erwähnen und vorstellen. Die Schenken von Limpurg Aus
dem Maintal und Taubergrund stammen die Nachfahren der Herren von Schüpf.
Als Reichsschenken wurden die staufischen Ministerialen bereits in der
zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erwähnt. Als ständige Räte des
Königs gehörten sie zu den Hofbeamten, deren Ämter erblich geworden
waren und gleichzeitig Einfluss auf die Reichsangelegenheiten gewannen. Das seit 1648 den Grafentitel führende Geschlecht der Limpurger starb 1690 im Gaildorfer- und 1713 im Speckfelder Mannesstamm aus. Preußen, das Gaildorf mehrere Jahre besetzt hatte, kam dann in den Besitz des Reichslehens, Wirtemberg erhielt Welzheim als Lehen. Vollkommen zersplittert wurde die Herrschaft jedoch durch die endgültige Teilung im Jahr 1774. Die Truchsessen von Waldburg Georg III., besser bekannt unter dem Namen "Bauernjörg", ist einer der Bekanntesten aus dem Ministerialgeschlecht der Truchsessen von Waldburg, das bereits im welfischen und staufischen Hofdienst sowie Jahrhunderte lang für Schwaben und dem Reich große Dienste geleistet hat. Das
bereits 1250 erwähnte und südöstlich von Ravensburg stammende
Geschlecht hatte mit Truchsess Heinrich von Waldburg bereits das Vertrauen
von König Philipp von Schwaben. Nach Heinrichs Tod ging sowohl das Amt
als auch der Besitz an die Herren von Tanne über, die seit 1192 Schenken
der Staufer waren. |