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Herrschaften und Geschlechter

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Auf der Waldburg, dem gemeinsamen Besitz der Familie, waren sogar mehrere Jahre lang die Reichskleinodien aufbewahrt.
Nach dem Tod des Schenken Eberhard von Tanne im Jahr 1234 und nach Schenk Konrads Tod im Jahr 1243 erbten die Herren von Schmaleneck den Besitz. Heinrich von Tanne und Eberhard von Waldburg wurden Bischöfe in Konstanz. Da das Haus Habsburg eine starke Stellung in Oberschwaben hatte, gelang es den Truchsessen von Waldburg nicht, ein geschlossenes Territorium zu bilden.

Die Herrschaften Zeil, Waldsee und Trauchburg werden im 14. Jahrhundert erworben, die Grafschaft Friedberg-Scheer kommt ebenfalls hinzu. Danach teilt sich die Familie im Jahr 1429 in die Linien Wolfegg, Trauchburg und Waldsee. Waldsee widerum teilt sich in die Linien Wolfegg-Wolfegg, Zeil-Zeil, Wolfegg-Waldsee, Zeil-Wurzach und Zeil-Trauchburg.

Dem "Bauernjörg" Georg III. hatten es die Truchsessen von Waldburg zu verdanken, dass im Jahr 1525 das Gesamthaus zu Reichstruchsessen und im Jahr 1628 zu Reichsgrafen ernannt wurde.
Der Bauernjörg hatte sich nämlich als Anführer des Schwäbischen Bundes bei der Niederschlagung des Bauernkrieges große Verdienste erworben. Dieses Ansehen führte dann letztendlich dazu, dass die Linien Wolfegg-Waldsee und Zeil-Zeil in den Reichsgrafenstand erhoben wurden.
Das gesamte Gebiet der Truchsessen von Waldburg kam im Jahr 1806 zu Württemberg.

Die Pfalzgrafen von Tübingen

Die ursprünglichen Grafen des Nagoldtales gehörten bereits im Investiturstreit zu den führenden schwäbischen Geschlechtern.

1146, nach dem Aussterben der Pfalzgrafen von Dillingen, erwarb das Geschlecht der Pfalzgrafen von Tübingen das Pfalzgrafenamt von Schwaben mit Wahrung der Königsrechte. Obwohl das Reichsgut von den Staufern selbst verwaltet wurde, spielten die Tübinger Pfalzgrafen eine wichtige und tragende Rolle im Kaiserhof.

Kaiser Friedrich Barbarossa belohnte deren Kaisertreue mit der Überlassung des Besitzes auf den Fildern und rund um den Asperg. Zuvor hatte Friedrich I. dem Pfalzgrafen Hugo II. die Güter Werdenberg, Sargaus und Churrätien sowie die Grafschaft Bregenz zugesprochen.
Rudolf I. gründete dann das Kloster Bebenhausen und schenkte dieses im Jahr 1190 den Prämonstratensern. Familienstreit und Aufteilungen in verschiedene Linien (Böblingen, Herrenberg, Horb und Asperg) sorgte für den Abstieg, den selbst die Städtegründungen wie Tübingen, Böblingen, Herrenberg, Sindelfingen, Asperg und Blaubeuren nicht aufhalten konnte.

Um die Schulden abzubauen, wurden 1342 die Stadt Tübingen, 1344 Böblingen, 1345 die Hälfte von Calw und 1382 die Herrschaft Herrenberg an Wirtemberg verkauft.
Ab diesem Zeitpunkt spielte das Geschlecht der Pfalzgrafen von Tübingen keine Rolle mehr.

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