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Herzogtum Schwaben

Das einstige Herzogtum Schwaben, das bis zum Untergang der Staufer Bestand hatte, war wichtig, und, da es die Macht des Königs stärkte, ein Kernland des Reiches.
Deshalb ist es auch nur allzu verständlich, dass Schwaben hart umkämpft war.

Die Gründung einer neuen Herzogsgewalt war allerdings nur durch harte und schwere Kämpfe möglich. Erschwerend kam dazu, dass bei der Cannstatter Katastrophe im Jahr 746 sehr viele, wichtige und große Geschlechter gefallen waren.

Burkhard I. (917-926) aus dem Geschlecht der Markgrafen Rätiens gelang es 917, die herzogliche Gewalt an sich zu bringen und 920 von König Heinrich I., für den Schwaben zur Stärkung seiner Macht sehr wichtig war, anerkannt zu werden. König Heinrich I. übertrug 926 das Herzogtum an den ostfränkischen Grafen Hermann I. (926-948). Kaiser Otto I. (936-973) setzte im Jahr 950 seinen Sohn Lindolf als Herrscher ein, der dann jedoch, als er sich gegen seinen Vater auflehnte, 954 nach harten Kämpfen wieder abgesetzt wurde.
Burkhard II. (955-973) übernahm daraufhin das Herzogtum und heiratete Hadwig, eine Nichte des Kaisers Otto I. und Tochter des bayerischen Herzogs Heinrich.
Nach dem Tod Burkhards übernahm Hadwig dessen Besitztümer am Bodensee, darunter auch den Hohentwiel, auf dem sie bis zu ihrem Tod im Jahr 994 auf strenge Weise residierte.

Danach blieb das sächsische Kaiserhaus bis zu Beginn des 11. Jahrhunderts im Besitz des Herzogtums Schwaben. Markgraf Ernst I. (1012-1015) aus dem babenbergischen Geschlecht übernahm im Jahr 1012 die Herrschaft im Herzogtum. Gisela, dessen Witwe, heiratete später Konrad II., der nach dem Aussterben des sächsischen Hauses im Jahr 1024 deutscher König wurde.
Ernst II., Sohn von Gisela und Ernst, wurde nach Streitigkeiten mit seinem Schwiegervater Konrad im Jahr 1027 auf einem Fürstentag in Ulm als Herrscher abgesetzt und auf die Burg Giebichenstein bei Halle an der Saale gebracht. Einige Zeit später wurde er befreit und erhielt das Herzogtum zurück. Als er aber die Reichsacht über seinen ehemaligen Genossen Graf Werner von Kiburg nicht vollstrecken wollte, wurde er selbst geächtet und flüchtete gemeinsam mit Werner von Kiburg auf die Burg Falkenstein bei Schramberg im Schwarzwald, wo sie dann beide im Jahr 1030 durch Truppen des Kaisers den Tod fanden.

Sein Bruder Hermann IV. (1030-1035) übernahm nun die Regentschaft. Mit seinem Tod starb zugleich die schwäbische Linie des babenbergischen Geschlechts aus.
Heinrich, Herzog von Bayern und später auch Herzog von Kärnten, war sein Nachfolger. Als Kaiser Heinrich III. verlor er später alle drei Herzogtümer wieder.

Da das Herzogtum Schwaben immer mehr an Bedeutung gewonnen hatte, war es unter den Ottonen zum Kernland des Reiches geworden und blieb es bis zum Untergang der Staufer.
Nach dem Tod des schwäbischen Herzogs Otto im Jahr 1057 wurde Graf Rudolf von Rheinfelden zum Herzog von Schwaben ernannt und erhielt gleichzeitig die Verwaltung des an Schwaben angrenzenden Königreiches Burgund.

Nachdem das Herzogtum Schwaben seine Stellung unter den sächsischen und salischen Kaisern gewahrt hatte und sich der rasche Wechsel von Herzogen und Dynastien zwar nicht förderlich, aber auch nicht unbedingt als hinderlich erwiesen hatte, nahm die Bevölkerungsdichte zu und der Ausbau des Herzogtums wurde vorangetrieben.
Jetzt nämlich wurde das Herzogtum Schwaben von dem Geschlecht der Staufer übernommen. Alles weitere über dieses bedeutendste Herrschergeschlecht im Mittelalter erfahren sie in der separaten Rubrik "die Staufer" auf der Seite Kultur 2.

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