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Ritter und Ritterbünde

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Dieses Ritual begann bereits einen Tag vor dem eigentlichen Ritterschlag mit einem reinigenden Bad (Sünden abwaschen!), dem das Einkleiden mit einem roten Gewand, das als Symbol für das Blut angesehen wurde, und schwarzen Strümpfen, die den Tod symbolisierten, folgte. Nachdem er dann die ganze Nacht betend in der Burg-Kapelle verbracht hatte, nahm er am nächsten Tag das Schwert und die Sporen entgegen, kniete nieder und erhielt dann von einem Ritter feierlich den Ritterschlag, der aus einer Schwertberührung auf Schulter und Nacken bestand. Danach legte der frisch "geschlagene" Ritter das Gelübde ab, der Kirche und dem Kaiser treu zu dienen, die Schwachen zu schützen und einen christlichen Lebenswandel zu führen.

Die wohl jedem von uns bekannte Rüstung wurde erst ab dem 14. Jahrhundert getragen. Zuvor war das Kettenhemd, der Helm und ein länglicher Schild Ausstattungsmerkmal der Ritter. Im 12. Jahrhundert kam eine Art Untergewand dazu, um das Scheuern des Kettengewebes auf der Haut zu verhindern.
Die bereits erwähnte Rüstung bestand aus über 200 Metallplatten und wog ca. 20-30 kg! Da sich das Gewicht aber auf den ganzen Körper verteilte, soll es trotzdem einigermaßen erträglich gewesen sein.
Die Wappen in Form von persönlichen Zeichen auf dem Schild oder auf der Rüstung bürgerten sich erst ein, um die Ritter in ihrer Rüstung auseinander halten zu können. Das Wappensiegel gebrauchte man zum Bestätigen von Schriftstücken deshalb, weil die Ritter nicht schreiben konnten.

Kam es zu Kampfhandlungen, versuchte der Ritter zu aller erst, den Gegner mit seiner Lanze aus dem Sattel zu stoßen. War der Versuch nicht von Erfolg gekrönt, gebrauchte er seine wichtigste Waffe - das Schwert.
Dieses durften allerdings nur Freie und Edelknechte führen. Zusätzlich kamen noch Morgensterne, Keulen, Streitäxte oder Hellebarden, mit denen man den Reiter vom Pferd zog, zum Einsatz.

Wie eingangs bereits erwähnt, änderte sich im Lauf der Jahrhunderte die Kampftaktik dahingehend, dass die Heere im 16. Jahrhundert mit Feuerwaffen, Kanonen und Langbogen ausgestattet waren, denen der Ritter absolut nichts mehr entgegen zu setzen hatte. Nicht nur seine veraltete Art zu kämpfen, sondern auch das Aufkommen des Söldnertums sorgte dafür, dass das Rittertum zurückgedrängt wurde und langsam aber sicher sein Ende fand.

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Rüstung von Götz von Berlichingen (auf der Hornberg)   Ritter auf der Burg Guttenberg   Rüstung auf der Burg Guttenberg

Wappen von Götz von Berlichingen (auf der Götzburg)   Wappen von Götz von Berlichingen auf Burg Hornberg   Wappen auf der Burg Staufeneck   Wappen auf der Burg Stettenfels

Wappen auf der Burg Guttenberg   Wappen Herzog Ulrichs auf dem Hohenneuffen   Wappen auf der Burg Hohenzollern   Wappen auf der Burg Wildenstein

Wappen auf der Burg Helfenstein

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