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<Seite 1><Seite 2> Ausschlaggebend für die Entstehung mehrerer Ritterzusammenschlüsse war die Gründung des Schwäbischen Städtebundes von 1376! Sowohl die Macht der Städte als auch die Eingliederung in Territorien war den Rittern zu bedrohlich. Deshalb bildete sich in den Jahren 1393/94 der Bund der "Schlegler", der sich wegen dem Schlegel in seinem Abzeichen so nannte. Dieser sorgte dann auch sogleich für erhebliche Unruhe und Besorgnis bei den Landesherren und den Reichsstädten, denn die Schlegler besetzten 1395 das Städtchen Heimsheim bei Weil der Stadt. Obwohl von Graf Eberhard dem Milden von Wirtemberg und den Städten drei ihrer Anführer gefangen genommen wurden und König Wenzel dann die Auflösung des Bundes der Schlegler befahl, gelang es nicht, die Ritter der Oberhoheit zu unterwerfen. Im Jahr 1422 wurde deshalb von Kaiser Sigmund die Reichsritterschaft als Stand anerkannt. Die
Rittervereinigung St. Georgs-Schild, die aus
selbstständigen Teilgesellschaften bestand und sich im Jahr 1408
zusammengeschlossen hatte, war die bedeutendste Rittervereinigung in
Schwaben. 1487 verband sich diese Rittervereinigung mit den Reichsstädten
zum Schwäbischen Bund. Nicht nur in Württemberg, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus, ist ein späterer Vertreter des Rittertums bestens bekannt: Götz von Berlichingen (1480-1562), der Ritter mit der eisernen Hand! Wer
oder was war denn aber nun überhaupt ein Ritter? Eine gründliche Ausbildung zum Ritter war erforderlich und begann deshalb bereits im sechsten und siebten Lebensjahr als Page auf einer Burg. Als Knappe, so im Alter von ca. 14 Jahren, lernte er reiten und dem Umgang mit Schwert, Lanze und Armbrust. Außerdem begleitete er den Ritter zu Turnieren und auf der Jagd. Sofern er sich ein eigenes Pferd und eine Rüstung leisten konnte, wurde der Knappe dann im Alter von 18 - 21 Jahren während einer feierlichen Zeremonie zum Ritter geschlagen. |