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Mitte des
13. Jahrhunderts entstanden um den Bodensee die ersten
Städtevereinigungen zum Zweck des Friedensschutzes und des gegenseitigen
Hilfestellung.
Die Städte befürchteten, vom König an Territorialherren verpfändet zu
werden oder in die Abhängigkeit von Landvögten zu geraten. Aus
diesem Grund suchten die Städte Schutz in Bündnissen und kämpften mit
den benachbarten Landesherren um ihre Unabhängigkeit.
Die Grafen von Wirtemberg waren wohl ihre stärksten und entschiedensten
Widersacher. 1370
vereinigten sich die schwäbischen Städte zum Schwäbischen
Landfriedensbund, um ihre Unabhängigkeit zu sichern. Dem Bund
waren ausschließlich Reichsstädte angeschlossen.
1376 wurde von zwölf oberschwäbischen Reichsstädten sowie Reutlingen
und Rottweil der ältere Schwäbische Städtebund
gegründet. Der Anlass für die Gründung war die hohe finanzielle
Forderung Kaiser Karls IV. zum Erwerb der Mark Brandenburg.
Mit der Eintreibung der immensen Geldsumme wurde der wirtembergische Graf
Eberhard der Greiner beauftragt. Ulm
war die federführende Stadt des Bundes. Deshalb versuchte der Kaiser im
Jahr 1376 die Stadt einzunehmen...ohne Erfolg. Ebenso bezog der
wirtembergische Herzog Graf Ulrich im Mai 1377
eine blutige Niederlage bei der Belagerung von Reutlingen.
Der 1379 bereits 34 meist schwäbische Reichsstädte umfassende Bund
musste sich am 22.August 1388 in dem von Graf Eberhard
geführten Kreuzzug bei Döffingen (nähe Weil der Stadt) geschlagen
geben. Die
Städte verloren zwar an politischer Bedeutung, brachten aber ab dem 14.
Jahrhundert vielfach die Rechte an sich, die dem Reich innerhalb ihrer
Mauern noch zustanden. Dadurch wurden die Landvogteien bedeutungslos. Der
gewählte Bürgermeister ersetzte nun den Schultheiß, also das Amt des
kaiserlichen Vogtes. Das
Reichsgut löste sich dann langsam aber sicher in kleine Gemeinwesen auf.
Der größte Erfolg der Reichsstädte war 1489 sicherlich das Erlangen von
Sitz und Stimme auf den Reichstagen.
Schwäbische Städte waren zumeist Handels- und Handwerkerstädte. Im 15.
Jahrhundert, der Blütezeit der deutschen Städte, zählte Deutschland ca.
3.000 Städte, von denen etwa 2.800 mehr als 1.000 Einwohner hatten.
Das Stadtpatriziat, meist bürgerlicher Herkunft, bestimmte das Geschehen.
Die bäuerliche Seite war ohne jeglichen Einfluss, machte ihre Rechte
jedoch in den Zünften geltend. Die Zünfte waren dann im
14. Jahrhundert derart einflussreich, dass das politische Regiment oftmals
auf der Zunftverfassung gegründet wurde.
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