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Württemberg

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Den prunkvollen Mittelpunkt des Neckarlandes bildet das in einer Mulde von Weinbergen und Waldhöhen eingebettet liegende Hauptstadt vom Ländle: Stuttgart!
Stuttgart mit seinen 560.000 Einwohnern ist das Herz unseres Landes und somit gleichzeitig von einer der industriestärksten Regionen der Bundesrepublik.
Die Stadt bietet alleine 440.000 Arbeitsplätze von insgesamt 1,3 Millionen der gesamten Region! 
Wer von Ihnen, der Stuttgart hört, denkt nicht sofort an die weltberühmten Automobil-Werke Daimler-Benz und Porsche, oder auch an den 1893 gegründeten VFB Stuttgart. Die Stadt liegt wunderschöne eingebettet in einem Talkessel und ist an drei Seiten eingerahmt von Weinbergen und Waldstücken. Keimzelle der Stadt war ein Stuotgarten, ein Gestüt also, das der Stadt den Namen gab. Vermutlich wurde sie um das Jahr 950 vom Schwabenherzog Luitolf gegründet. Von den Markgrafen von Baden, ehemals Konkurrenten der Württembergischen Grafen und Herzöge, wurde Stuttgart in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zur Stadt erhoben und im 14. Jahrhundert zum Zentrum des württembergischen Territorialstaates ausgebaut.
Der Fernsehturm, das Wahrzeichen der Stadt und das Ur-Modell für alle Fernsehtürme auf der Welt, wurde 1956 von Prof. Dr. Ing. Fritz Leonhardt auf dem Bopser erbaut und ist mit Sendemast 217 m hoch. Vom Wahrzeichen Stuttgarts aus kann man problemlos ins Neckartal, hinüber zur Alb, zum Schwarzwald und Odenwald, oder an vielen Tagen, auch bis zu den deutschen-, österreichischen und Schweizer Alpen blicken.
Der Ursprung Stuttgarts aus einem Gestüt ist im Stadtwappen ersichtlich. Ursprünglich beinhaltete es zwei ungleich große, nach rechts schreitende Pferde. Dies wurde jedoch 1433 dahingehend geändert, dass im Wappenschild nur noch ein nach rechts galoppierendes Pferd integriert war. Dieses diente dann als Stadtwappen bis ins 19. Jahrhundert. Seit dem 11. April 1938 besteht das Stadtwappen aus einem steigenden Pferd in einem goldenen Feld.
Stuttgart ist auch die Stadt der Staffeln, auf schwäbisch "Schtäffele", und der Treppen. Dies ist durch die teilweise sehr steile Hanglage bedingt. Die "Stuttgarter Stäffele" stammen hauptsächlich noch aus früherer Zeit, als die Gärten und Weinberge noch an den Hängen angelegt waren. Der Weinbau im übrigen hat in Stuttgart eine Jahrhunderte lange Tradition. Noch heute sind über 400 ha Rebland angelegt. Dadurch ist Stuttgart das fünftgrößte Weinbaugebiet Deutschlands. Grün-, Wald- und Parkflächen hat es in Stuttgart zu genüge. Stellvertretend möchte ich den Schlossgarten, die Silberburgallee, die Villa-Berg-Anlage, den Killesberg oder den Rosensteinpark erwähnen. Die schnittigen Rennwagen Silberpfeile von Mercedes-Benz erlangten (nicht nur) auf der von 1928 bis 1965 betriebenen Rennstrecke Solitude Weltruhm.

Hier beenden wir nun unsere Reise durch Württemberg. Ich hoffe sehr, dass sie interessant, lehr- und abwechslungsreich war. 

Gustav Rümelin sagte über Württemberg: " Das Land hat keine Hochgebirge, keinen großen Strom, keinen offenen Horizont, keine Niederungen oder ausgedehnte Hochflächen, aber es zeigt eine unendliche Abwechslung von größeren und kleineren Gebirgszügen, Tälern und Landbrücken; es nimmt an fünf geologischen Hauptformationen teil; wie wohl es sich nur auf zwei Breitengrade erstreckt, sind doch die Unterschiede des Klimas fast so groß, als innerhalb der ganzen mitteleuropäischen Ländergebiete; die Bodenkultur umfasst den lohnendsten Weinbau und Sommergetreideanbau mit allen Zwischenstufen, ohne dass doch die Erde irgendwo den Fleiß der Menschen unentbehrlich machte oder unbelohnt ließe. Das Land liegt nicht an der großen Weltstraße des Völkerverkehrs; doch treffen die zwei wichtigsten Stromgebiete Europas hier in ihrem Oberlauf zusammen; ihre Wasserscheide durchzieht nach allen Richtungen das Land, und sie weisen den Blick und das Interesse gleichmäßig nach Norden und Osten".

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