Das
Schloss "Bebenhausen" finden Sie im gleichnamigen Ort im
Schönbuch.
Das
Schloss entstand durch den 1807 von König Friedrich I. veranlassten
Umbau des einstigen Zisterzienserklosters, das vermutlich 1183/84 von
Pfalzgraf Rudolf von Tübingen gegründet wurde. Erstmalig urkundlich
erwähnt wird das Kloster 1187. Das Kloster gehörte vom 13. bis zum 15.
Jahrhundert zu den reichsten in Württemberg. Das
ehemalige Abtshaus des Klosters wurde von dem jagdbegeisterten König Friedrich I. zum
Jagdschloss umgebaut. Sonstige Teile des Klosters verfielen, gingen in
bürgerlichen Besitz über oder wurden als Lagerräume oder als
Schreinerei genutzt. Um den weiteren Verfall des Klosters zu verhindern,
veranlasste König Friedrich gegen Ende seiner Regierungszeit
umfangreiche Renovierungsarbeiten. König
Karl ließ dann für sich und seine russische Gemahlin Olga das
Obergeschoss des ehemaligen Klostergerätehauses umbauen und in
historischem Stil einrichten. Gleichzeitig wurde die ehemalige
Abtsküche zur Wohnung umgebaut. König
Wilhelm II., der mit seiner Gemahlin Charlotte das Schloss häufig
bewohnte, fügte weitere Aus- und Umbauarbeiten hinzu. 1892/93 erfolgte
der Neubau der Bruderkapelle, 1898 wurde die ehemalige Hofküche in das
ehemalige Klosterkrankenhaus verlegt und die Infirmerie zum Neuen Bau
umgebaut. Ebenfalls wurde das Appartement der Königin modernisiert.
König Wilhelm und seine Frau zogen sich 1918 gänzlich auf das Schloss
Bebenhausen zurück. Die königlichen Schlossräume mit original
erhaltener Ausstattung können seit 1986 öffentlich besichtigt werden. Das
ehemalige Kloster wurde in den Jahren 1947 bis 1952 vom Landtag
Württemberg-Hohenzollern als Sitz benutzt. Bemerkenswert dabei ist,
dass die Abgeordneten nicht nur im Schloss tagten, sondern auch dort
wohnten.
Die
gesamte Anlage Bebenhausen steht seit 1975 komplett unter Denkmalschutz. Hinweis:
Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen
die jeweiligen Fotos im Großformat in einem separaten Fenster
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