Das
Schloss Hellenstein finden sie in Heidenheim auf der schwäbischen Alb.
Das
Schloss Hellenstein, das von jeder Seite her immer neue Reize an den Tag
legt, thront, von den Straßen der Stadt aus gesehen, wie aus dem
natürlichen Felsen gewachsen als riesiges Bollwerk.
Schloss
Hellenstein wurde erstmals 1096 durch Gozpert de Halensteine erwähnt,
der dann auch um 1120 die erste Burg Hellenstein erbaute. Ausgebaut
wurde die Anlage in der teilweise bis heute erhaltenen Form durch seinen
Enkel Degenhard.
Die
mittelalterliche Burg lag auf dem höheren, westlichen Teil der
Hochfläche; Buckelquaderreste und Spitzbogenformen zeugen noch von ihr.
Nach einem Brand, der die Burg bis auf die Grundmauern zerstörte,
entstand an ihrer Stelle von 1537 bis 1544 unter Herzog Ulrich ein
Schlossbau der Renaissance, von dem noch die Ruine auf der Westseite
steht. Auf dem Raum der unteren Vorburg errichtete Herzog Friedrich I.
von Württemberg durch Elias Gunzenhäuser ein gewaltiges, neues
Schloss, der lange, westöstliche Trakt, aus Kapellenbau, Obervogtei,
Burgvogtei und Altanbau, letzterer zugleich Bollwerk. Ihm gegenüber der
alte Fruchtkasten. Gleichzeitig wurde der ganze Komplex des unteren und
oberen Schlosshofes durch Erweiterung und Erneuerung der Befestigung zu
einem einheitlichen Festungswerk mit mächtigen Rondellen und Basteien
ausgebaut. Das Schloss gibt sich nach Außen ganz festungsmäßig,
malerisch und wohnlich dagegen auf der Hofseite. Seine wehrhafte Form
birgt im Inneren den Chor der ihm querrechteckig vorgelegten
Schlosskapelle. Die Herrschaftsempore, die auf gleicher Höhe wie die
anschließenden, ehemaligen Fest- und Wohnhäuser liegt, ist typisch bei
Burg- und Schlosskapellen.
In den
Räumen befinden sich heute reichhaltige Sammlungen des Heimatvereins,
die bis in die Zeiten des Römerkastells und der Vorgeschichte
zurückführen.
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