Das
Schloss "Langenburg" liegt von weitem sichtbar auf einem
Bergsporn im Örtchen Langenburg im Hohenlohischen.
Die
Ursprünge des Schlosses, dessen Erbauungszeit noch ungeklärt ist,
reichen zurück bis in die Stauferzeit. Angenommen wird, dass die Burg
in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Der Haspelturm
und der Archivturm stammen aus dieser Bauphase. Die Bastion und der im
Nordosten stehende Geschützturm sind beim vorgenommenen Umbau im 15.
Jahrhundert entstanden.
Graf
Wolfgang II. von Hohenlohe-Langenburg soll die Burg 1585 zwar noch
bewohnbar, aber bereits als baufällig befunden haben. Die Burg wurde
jedoch erst unter Graf Philipp Ernst Anfang des 17. Jahrhunderts zum
Residenzschloss umgewandelt. Der Schlosshof, die Galerien und Treppen
sowie die Renaissancegiebel resultieren aus dieser Bauphase.
Die
Grafen von Hohenlohe-Langenburg, die 1764 in den Adelsstand erhoben
wurden, besitzen verwandtschaftliche Beziehungen zum englischen Königshaus.
Die Mutter des heutigen Fürsten Kraft war die Schwester von Prinz
Philip, Herzog von Edinburgh, dem Ehegatten von Königin Elisabeth II.,
die ja bekannter Weise gemeinsam im Jahr 1965 das Schloss in Langenburg
besuchten.
Nach einem großen Brand im Januar 1963 wurde das Schloss wieder
originalgetreu aufgebaut.
Das
Schloss befindet sich noch heute im Besitz der fürstlichen Familie von
Hohenlohe-Langenburg, die Teile der Innenräume bewohnt. Das teilweise
als Museum gestaltete Schloss ist jedoch der Öffentlichkeit zugänglich.
Der "bretterne Gang", in dem Rüstungen, Waffen, Landesfahnen
und Jagdtrophäen besichtigt werden können, haftet ganz besonders in
meiner Erinnerung.
Seit
1972 ist im ehemaligen Marstall des Schlosses das Deutsche Automuseum
untergebracht. Hier können ca. 80 Oldtimer aus der Rennsportszene der
Jahre 1893 bis 1939 bewundert werden.
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