Das
Schloss "Mochental" liegt bei Lauterach in der Nähe von
Zwiefalten in Oberschwaben.
Die
Grafschaft Wartstein war Eigentümer des Schlosses. Die Grafen von Berg
und die von Mochental waren ab dem Jahr 1000 die Besitzer. 1150 wird
eine Gräfin Adelheid von Mochental erwähnt, deren Sohn als Stifter der
Waldensteinischen Linie angesehen und deren Töchter Herzoginnen von Böhmen,
Mähren und Polen waren.
Die
erstmals Mitte des 11. Jahrhunderts erwähnte Nikolaus-Kapelle wurde
1215, zusammen mit dem Schloss, dem Kloster Zwiefalten geschenkt.
Mochental wurde sowohl 1245 als auch 1564 im Schmalkaldischen Krieg
zerstört. 1568 und 1578 wurde das Schloss neu aufgebaut. Die Probstei,
die Zwiefalten im Schloss errichtete, wurde 1631 von den Kaiserlichen
geplündert. Abt Augustin Steegmüller hatte 1730 - 1734 nach dem Brand
des Hauptgebäudes die Aufsicht über das heute von Hans Martin und
Josef Benedikt Schneider erbaute dreiflüglige Gebäude.
Mochental
kam, wie Zwiefalten auch, bei der Mediatisierung an Württemberg.
Nachdem die Kunstschätze verschleudert waren, wurde das Schloss Sitz
eines Forstamtes. Im 2. Weltkrieg wurde ein Lazarett sowie eine Stelle
des Reichsarbeitsdienstes im Schloss eingerichtet. Die Franzosen übernahmen
1945 die Anlage, in dessen Räumen später eine Schule untergebracht
war. Eine Kunstgalerie und das
erste Besenmuseum der Welt nutzen heute das Schloss Mochental.
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