Das
"Tettnanger Schloss" finden Sie im gleichnamigen Städtchen
in Oberschwaben.
Die
feudal und weit über ihre Verhältnisse lebenden Grafen von Montfort
erbauten das Neue Schloss im Jahr 1712. Die erwähnten Grafen
residierten in Tettnang von 1260 bis 1780.
Christoph
Gessinger, der zuvor das Neue Schloss in Meersburg erbaut hatte, wurde
1712 von Graf Anton III. von Montfort beauftragt, das Schloss in
Tettnang zu errichten. Durch diesen Bau erhoffte sich Anton III., seine
durch Erbteilung gesunkene Macht wieder zurück zu erlagen. An Stelle
der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Burg, die ebenfalls die
Grafen von Montfort bewohnten, wurde ab 1713 das Schloss erbaut. Die
Arbeiten wurden jedoch wegen der erdrückenden Schuldenlast im Jahr 1728
von Graf Anton eingestellt. Gleichzeitig legte er sein Regierungsamt
nieder.
Ein
Brand im Jahr 1753 sorgte dafür, dass das Schloss bis auf die
Erdgeschossgewölbe vollkommen zerstört wurde. Mit finanzieller Hilfe
Österreichs baute Graf Franz Xafer von Montfort das Schloss jedoch
wieder auf, das dann 1770 fertig gestellt wurde. So glanzvolle Namen wie
Dirr, Moosbrugger, Feuchtmayr, Gigl, Kuen, Kaufmann und Brugger bürgten
für eine prächtige und herrliche Errichtung des ersten Geschosses, der
Kapelle und der Treppenhäuser. Leider endete der Wiederaufbau mit der
Ausstattung des ersten Geschosses. Aufgrund der immensen Schulden
gelangte Österreich im Jahr 1779 in den Besitz des Schlosses. 1787
starb mit Graf Anton IV. die Familie Montfort aus. Die Grafschaft
Montfort gehörte zu Zeiten Napoleons zuerst zu Bayern, danach zu Württemberg.
Der
1760 angelegte Garten wurde 1977 nach damaligem Vorbild neu angelegt.
Seit der grundlegenden Renovierung im Jahr 1954 stehen die fürstlichen
Räume zur Besichtigung offen.
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